Schrecklicher Unfall: Mann wird von U-Bahn mitgeschleift und stirbt

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Als ob in ihr ein unmenschliches Programm gestartet wurde: Angelina Jolie als Agentin Evelyn Salt.

"Salt": Eine Agentin läuft aus dem Ruder

Ein blutiges Verwirrspiel kommt am Donnerstag in die Kinos: Superstar Angelina Jolie sorgt als CIA-Mitglied im Actionfilm „Salt“ für den notwendigen Kick. Hier die Filmkritik und der Kino-Trailer:

Es gibt wilde, schnell geschnittene Verfolgungsjagden. Es gibt genug Schusswechsel, Explosionen. Und es gibt Figuren, die entweder viel zu abgeklärt oder viel zu diabolisch sind, als dass sie wirklich von dieser Welt stammen können.

„Salt“ ist also ein klassischer Actionfilm. Doch gesteht man auch diesem Kino-Genre eine zweite Ebene zu. Glaubt man also an eine Geschichte, die erzählt wird, selbst wenn der von den Detonationen aufgewirbelte Staub sie verstecken sollte, dann dreht sich in Phillip Noyces Film alles um die Frage des Vertrauens: Wem können die Figuren auf der Leinwand trauen? Und an wen können die Zuschauer ihr Herz hängen?

Natürlich hat die von Superstar Angelina Jolie gespielte Titelheldin Evelyn Salt von Beginn an einen Vertrauensvorschuss. Der Zuschauer lernt Salt als loyale CIA-Agentin kennen, die eines Tages von einem russischen Überläufer beschuldigt wird, eine russische Schläferin zu sein, unauffällig und dennoch vorbereitet, am Tag X gegen den großen Feind USA loszuschlagen. Dieser Film bricht zwar nicht wirklich mit dem ungeschriebenen Drehbuchgesetz Hollywoods, dass der Star immer den Guten spielt. Aber „Salt“ hält über einen überraschend langen Zeitraum einen Schwebezustand aus, der wirklich Spannung erlaubt.

Denn auch der Zuschauer vertraut Salt – so wie es ihre Kollegen in der CIA, ihr Ehemann, der vom Deutschen August Diehl gespielt wird, auch tun. Doch dann lässt Jolie ihre Figur aus dem Ruder laufen. Es scheint, als wäre in Salt ein unmenschliches, unzerstörbares Programm gestartet worden, das nur das eine Ziel kennt: die mörderische Prophezeiung des Überläufers Realität werden zu lassen. Das blutige (Verwirr-)Spiel mit den Identitäten beginnt. Bei der ersten Konzeption dieses Films war ein männlicher Hauptdarsteller im Gespräch. Dann wäre „Salt“ nur ein weiterer James-Bond-Abklatsch. Es ist Angelina Jolie, die diesem Film letztlich den Kick gibt – auch, weil eine Frau in der (scheinbaren) Männerdomäne „Action-Kino“ nach wie vor ungewohnt ist. Verfolgungsjagden, Feuergefechte, Detonationen und Stunts sind in „Salt“ auf der Höhe des Actionkinos – und keine wirkliche Überraschung. Und natürlich klaffen in Noyces Film wie in vielen Produktionen des Genres Logiklöcher tief wie Bombenkrater. Doch das abgeklärte, körperliche Spiel Angelina Jolies sowie die flotte, handwerklich gut gemachte Inszenierung sorgen dafür, dass man das für 100 Minuten gern vergisst.

Michael Schleicher

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