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Ed Skrein gibt sich in der Rolle viel Mühe, aber er ist einfach nicht Jason Statham. 

Mehr davon muss nicht sein

Es ist eben nicht Statham

Ed Skrein schlägt sich in dem ausgesprochen schlampig gemachten Action-Nonsens „Transporter Refueled“ recht tapfer. Trotzdem lässt das Drehbuch zu wünschen übrig. 

Es ist natürlich für jeden Schauspieler ein hartes Los, eine Filmreihe zu schultern, die einmal für einen anderen Darsteller konzipiert worden ist. Um es vorweg zu nehmen: Ed Skrein macht seine Sache gut als Nachfolger von Jason Statham im vierten „Transporter“-Film. Ihm fehlt Stathams angeborene Aura des naturlässigen Hunds, aber das kompensiert er mit viel Coolness. Funktioniert ganz gut, das Problem ist eher das Konzept der Serie. Als wundervoll sinnfreie Actionreißer haben die Filme ihren Zweck erfüllt, aber langsam gehen die Variationen zum Themenkomplex „Mann, Auto, schwierige Situationen“ aus. Hanebüchen waren die Geschichten, die Kinoberserker Luc Besson sich da ausgedacht hat, immer. Aber in sich stimmig. Jetzt freilich hat sich der letzte Rest nachvollziehbarer Handlung verflüchtigt, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, Mentor und Produzent Besson hat das Interesse an dem Projekt verloren. Jedenfalls überschreitet die Mär von knallharten Prostituierten, die sich mit einem genialen Plan an ihren Zuhältern rächen, mehr als einmal die Grenze zur unfreiwilligen Komik.

Mehr Filme braucht es nicht

Zumal die Bösewichte derart chargenhaft agieren, dass einen das blanke Mitleid packt mit den Schauspielern. Regisseur Camille Delamarre ist zwar ein begnadeter Cutter, aber das Inszenieren liegt ihm nicht. Er kann nur montieren, was er vorher gedreht hat – und daran hapert es. Ein Lichtblick immerhin ist der Auftritt von Ray Stevenson als undurchsichtiger Vater des „Transporters“. An sich ist der Charakter ein schlechter Witz, aber Stevenson ignoriert das stoisch und brilliert mit selbstironischer Präsenz. Erkennbar fühlt sich Ed Skrein an der Seite seines Filmvaters am wohlsten, und gemeinsam trotzen sie dem erbärmlichen Drehbuch ein paar wirklich hübsche Szenen ab. Das entschädigt für vieles, aber: Noch mehr „Transporter“-Filme braucht man bei allem Wohlwollen für Nonsens nicht mehr.

„Transporter Refueled“

Mit Ed Skrein, Ray Stevenson

Regie: Camille Delamarre

Laufzeit: 97 Minuten

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie die „Transporter“-Reihe mochten.

Von Zoran Gojic

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