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Seines Markenzeichens beraubt: In „Noch 1000 Worte“ darf Quasselstrippe Eddie Murphy selten reden.

Kinostart

"Noch 1000 Worte": Eddie Murphy zum Schweigen verdonnert

Berlin - In “Noch Tausend Worte“ muss Eddie Murphy auf seine Stärke verzichten. Statt zu quatschen, verlangt der Film ihm das Schweigen ab. Die Idee ist nicht schlecht, aber funktioniert sie auch? Hier der Kinotrailer:

Die Idee ist nicht schlecht: Jeder Mensch darf so viele Worte sprechen wie Blätter an seinem Lebensbaum hängen. Wenn das letzte Wort gesprochen, das letzte Blatt herabgefallen ist, stirbt er. Dieses schlichte Bild war offensichtlich Ursprung für Brian Robbins’ ebenso schlichte Komödie „Noch 1000 Worte“. Eddie Murphy spielt den wortgewandten Literaturagenten Jack McCall. Die konstanteste Beziehung in seinem Leben ist die zu seinem Assistenten Aaron. Ehefrau Caroline (Kerry Washington) und Kind müssen zusehen, wo sie bleiben im durchorganisierten Alltag des Egozentrikers.

Da es sich um einen Hollywoodfilm handelt, ahnt der Zuschauer bereits nach der überlangen Exposition: Dieser Mann wird eines Besseren belehrt. Sich nicht um Gattin und Baby, sondern nur um die Karriere kümmern – pfui! Nachdem Jack den sinister blickenden Guru Dr. Sinja (Cliff Curtis) dazu bewegen konnte, einen Buch-Vertrag zu unterschreiben, häufen sich eigenartige Begebenheiten: So ragt eines Morgens ein Baum in Jacks Garten auf, der Blätter verliert, sobald Jack etwas sagt. Dr. Sinja weiß Rat, aber Jack darf nun nicht mehr sprechen, und daraus sollten sich allerlei amüsante Situationen ergeben. Die sind nur leider nicht allzu witzig.

Doch „Noch 1000 Worte“ krankt nicht nur am mittelmäßigen Drehbuch, sondern an der Besetzung der Hauptrolle. Eddie Murphy ist seit Dekaden der Labersack vom Dienst. Das ist mal witziger, mal weniger. Ihn in diesem Film aber nun seines Markenzeichens zu berauben ist etwa so geglückt wie der Versuch, Bruce Willis 90 Minuten ins Gipsbett zu packen.

Ulrike Frick

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