Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

Wie ein kleiner Gott

- Die kleinste Handlung kann immense Auswirkungen haben, besagt die Chaos-Theorie. Das berühmteste Beispiel dafür ist das ebenso plastische wie poetische Bild eines Schmetterlings, dessen Flügelschlag die entscheidende winzige Luftbewegung verursacht, die letztlich zu einem verheerenden Wirbelsturm wird. So erklärt sich der Titel, den sich das Regie-Duo Jonathan Mackye Gruber und Eric Bress für seinen ersten Film ausgesucht hat, als Programm. Denn es dreht sich hier alles um Ursache und Wirkung.

AufregendeGedankenspiele <P>Evan (Ashton Kutcher mit einer überraschend soliden Vorstellung) leidet seit seiner Kindheit an Gedächtnisstörungen. Und als junger Mann entdeckt er zufällig, dass der Grund dafür eine einzigartige Begabung ist: Er besitzt die Fähigkeit, in seine eigene Vergangenheit zu reisen und diese auch zu beeinflussen - was zur Folge hat, dass sich seine Gegenwart jedes Mal verändert, und dies mitunter drastisch. Denn natürlich führt das gut gemeinte Herumpfuschen in der Vergangenheit zu einer furchtbaren Gegenwart. Was immer er versucht - jedes Eingreifen in das Schicksal birgt ungeahnte Konsequenzen, die sein Leben unerträglicher machen. Und viel schlimmer: auch für seine Jugendfreunde und seine erste große Liebe.´<BR><BR>Traumatisiert durch Gewalt und Missbrauch führen mittlerweile alle eine erbärmliche Existenz. Als Evan sie davon erlösen will, indem er in der gemeinsamen Vergangenheit herumfuhrwerkt wie ein kleiner Gott, gerät alles völlig aus den Fugen.<BR><BR>"Butterfly Effect" setzt diese Verschiebungen der Realität visuell aufregend um und lenkt damit gekonnt von den logischen Löchern ab, die Zeitreise-Geschichten immanent sind. Aber was diesen Film von anderen vergleichbaren Science-Fiction-Geschichten unterscheidet, ist das Interesse an der grundsätzlichen Problematik.<BR><BR>Die Technik der Zeitreise wird nicht näher erläutert und ist auch völlig uninteressant. Es geht vielmehr um das große Mysterium der Identität: Welchen Einfluss haben die Umwelt und das Schicksal darauf, welcher Mensch aus uns wird? Oder in den Worten von Karl Marx: Bestimmt das Sein wirklich das Bewusstsein? Zu jedem Zeitpunkt scheint der Film eine andere Antwort darauf zu geben, und das macht den Reiz dieses leicht esoterischen Gedankenspiels aus. Am Ende stehen nur zwei Dinge fest: Das Beste an der Vergangenheit ist, dass sie vorbei ist. Und: Irgendwann muss man sich entweder von seiner Vergangenheit oder aber von seiner Zukunft verabschieden. </P><P>(In München: Mathäser, Marmorhaus, Cinema i.O.)<BR><BR>"Butterfly Effect"<BR>mit Ashton Kutcher, Amy Smart, Eric Stoltz<BR>Regie: Eric Bress, J. Mackye Gruber<BR>Sehenswert </P><P><BR> </P>

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