Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

Knast oder Küche?

- Eins vorweg: So dämlich wie der Titel ist diese österreichische Gaunerkomödie von Pepe Danquart nicht. Eine Enttäuschung ist sie nach seinem letzten Film "Höllentour" allerdings trotzdem. Eine leichtfüßige Gangsterparodie sollte es werden, mit kulinarischem Einschlag und schwarzem Humor. Herausgekommen ist trotzdem nur ein passabler Ballerfilm mit einigen wirklich gelungenen Szenen - und manchen ganz furchtbar banalen.

<P>An den Schauspielern hat es nicht gelegen. Am Drehbuch von Chris Kraus auch nicht - zumindest nicht in erster Linie. Denn manche Dialoge sind einfach herrlich aus den Leben gegriffen und treffsicher inszeniert. Möglicherweise hat sich Danquart irgendwann einfach zu sehr in Gewaltfantasien und Wummenschanz verloren, weil er dachte, das gehört nun mal zu einem echten Gangsterfilm. Müsste aber gar nicht sein, wie sich im Laufe von "Basta. Rotwein oder Totsein" erweist. <BR><BR>Spröde Therapeutin trifft raubeinige Revolverhelden</P><P>Henry Hübchen spielt den Mafioso und früheren Sternekoch Oskar, der einer Frau zuliebe aus den schmutzigen Geschäften der Wiener Unterwelt aussteigen will. Corinna Harfouch ist Oskars Herzdame Maria, die ihm beim letzten Knastaufenthalt als Psychotherapeutin zur Seite gestellt wurde. Für sie will er sich aus der Branche zurückziehen und ein Restaurant eröffnen. Natürlich sind da ein paar Leute dagegen, allen voran die innig verfeindeten Paten Konstantin (Karlheinz Hackl) und Leo (Paulus Manker) und ihre dämlichen Schergen Valentin (Moritz Bleibtreu) und Belmondo (Roland Düringer). Und so geraten der Hobbykoch und seine Freundin in eine ausgewachsene Schießerei nach der anderen. Was auf Dauer schon arg ermüdet.<BR><BR>Dem Dialogwitz tut das stete Zücken der Pistolen erstaunlicherweise aber nur selten Abbruch. Vor allem Corinna Harfouch hat ein paar wunderbare Bonmots im Stile von "Warum lassen Sie mich jetzt nicht los und wir machen gemeinsam ein paar Atemübungen?", wenn sie als spröde Therapeutin mit den raubeinigen Revolverhelden in Berührung gerät. <BR><BR>Gemeinsam mit Henry Hübchen als Ganzkörper-tätowiertem, geläutertem Messerstecher bildet sie ein erfrischend originelles Filmpärchen. Mit großer Spielfreude kämpft sich auch das restliche Ensemble durch diesen nicht gerade feinsinnigen, aber auch nie langweiligen Küchenkrimi. <BR><BR>(In München: Arena, Leopold, Mathäser, Maxx.)<BR>"Basta. Rotwein  oder Totsein"<BR>mit Corinna Harfouch,<BR>Henry Hübchen<BR>Regie: Pepe Danquart<BR>Annehmbar </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Star Wars 8 „Die letzten Jedi“: Möge die Macht mit dir sein
Star Wars 8 startete letzte Nacht in den Kinos. Hier erfahren Sie, in welchen Kinos der Film läuft und was Sie bei „Die letzten Jedi“ erwartet. Wir klären noch offene …
Star Wars 8 „Die letzten Jedi“: Möge die Macht mit dir sein
Warum "Stirb langsam" alle Weihnachtsfilme wegballert - und Sendezeiten
Vergessen Sie Märchenfilme und Komödien! Kein Film versprüht mehr Weihnachtsgeist als der knallharte Action-Klassiker "Stirb langsam" mit Bruce Willis. Man muss sich nur …
Warum "Stirb langsam" alle Weihnachtsfilme wegballert - und Sendezeiten
Mark Hamill über Carrie Fisher: „Als sie starb, war ich sauer!“
„Star Wars - Die letzten Jedi“ läuft ab Donnerstag in den Kinos. Die tz hat mit Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill über seinen Ruhm, über Actionfiguren und seine …
Mark Hamill über Carrie Fisher: „Als sie starb, war ich sauer!“

Kommentare