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Gibt ihr Leben genug Stoff für eine Verfilmung? Der Regisseur Dieter Wedel, der auch die Nibelungenfestspiele in Worms leitet, und der Produzent Nico Hofmann haben sich Gedanken darüber gemacht, wie ein Film über Bundespräsident Christian Wulff und seine Gattin Bettina aussehen müsste.

Kommt der Film zur Wulff-Affäre?

München - Prominente deutsche Produzenten und Regisseure sehen in den aktuellen Ereignissen rund um die Kreditaffäre von Bundespräsident Christian Wulff geeignetes Material für einen Film. Auch die passenden Schauspieler wären schon gefunden.

„Ein toller Stoff, der sehr viel über unsere Gegenwart erzählt; eine fast tragische Geschichte“, sagte etwa der Regisseur Dieter Wedel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In der Rolle des 52-jährigen Präsidenten könnte sich Wedel den Schauspieler Moritz Bleibtreu (40) vorstellen – „ein hervorragender, faszinierender Schauspieler mit großer Ausstrahlung“. Die Rolle der Bettina Wulff könnte in seinen Augen Schauspielerin Silke Bodenbender (37) übernehmen: „Die hat Attraktivität und Präsenz.“ Der 69-jährige Wedel kennt sich mit wuchtigen Filmstoffen aus: Er führte etwa bei den Fernseh-Mehrteilern „Der große Bellheim“ (1992), „Der König von St. Pauli“ (1998) sowie „Die Affäre Semmeling“ (2002) Regie. Zuletzt drehte er den Zweiteiler „Gier“ (2010) – die Geschichte ist inspiriert vom Leben des Betrügers Jürgen Harksen.

Der Produzent Nico Hofmann teilt zwar grundsätzlich Wedels Einschätzung der Affäre um den Bundespräsidenten als geeigneten Filmstoff. Der 52-Jährige, der gerade eine Komödie über den zurückgetretenen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg plant, sieht für einen Wulff-Film jedoch nur dann eine Chance, wenn die 38-jährige Präsidentengattin Bettina Wulff im Mittelpunkt der Handlung stehe: „Ein Film über eine starke Frau und darüber, wie sich Christian Wulff in den vergangenen Jahren an ihrer Seite neu erfunden hat“, fasst Hofmann ein mögliches Drehbuch zusammen. Dem Bericht zufolge sagte Hofmann, Guttenberg sei schillernder, dynamischer und jünger als Wulff – und eigne sich deshalb besser für einen Film. Als Bettina Wulff kann sich Hofmann „Tatort“-Kommissarin Maria Furtwängler vorstellen: Er produzierte etwa den Fernseh-Zweiteiler „Die Flucht“ (2007), in dem die 45-Jährige die Hauptrolle einer ostpreußischen Gräfin spielte, die 1945 vor der herannahenden Front fliehen musste. Für Wedel wäre die Hauptfigur in einer Verfilmung jedoch Wulffs im Zuge der Affäre entlassener Sprecher Olaf Glaeseker: „Hat er die Gefahr nicht gesehen? Hat er falsch beraten? Was ist da zwischen Christian Wulff und ihm passiert? Das war ja wohl auch eine Männerfreundschaft zwischen den beiden.“

Ob diese Pläne je Realität werden, ist noch unklar. Weder Wedel noch Hofmann haben bislang konkretere Pläne für einen Wulff-Film.

von Gregor Tholl

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