Konflikte eines Clans

- Noch nie hatten Kirk und Michael Douglas gemeinsam vor der Kamera gestanden, doch jetzt produzierte Sohn Michael einen Film über eine jüdische Familie in Amerika und besetzte die wichtigsten Rollen mit Angehörigen seines Clans: Kinolegende Kirk Douglas spielt den brummigen Großvater, Kirks geschiedene Frau und Michaels Mutter Diana Douglas die Großmutter. Michael selbst ist als erfolgreicher Anwalt zu sehen, Michaels Sohn Cameron Douglas dessen Sohn.

<P>Auch wenn die Familie Gromberg heißt, so glaubte das US-Publikum, Probleme und Spannungen des realen Douglas-Clans auf der Leinwand wiederzuerkennen. Zum Beispiel hat sowohl der wirkliche Cameron Douglas wie auch die von ihm verkörperte Filmfigur Drogenprobleme. Daher scheint der Vater-Sohn-Konflikt zwischen (Film-)Vater Mitchel (Kirk) und Sohn Alex (Michael) um fehlende Anerkennung und zu wenig gezeigte Liebe einen Blick in private Hintergründe zu gestatten. Freilich machen die Dialoge daraus auch ein Spiel mit den Voyeur-Gelüsten des Zuschauers und ironisieren solche fast peinlichen Intimitäten mit unerwartetem Humor.</P><P>Was den Film sehenswert macht, ist fernab von den sezierten Familienkonflikten die respektvolle Verneigung vor der jüdischen Tradition der Familie und damit auch vor der Figur der jüdischen Großmutter, die als Clan-Chefin die alten Sitten hochhält und die Generationen immer wieder zusammenbringt. Viele von den schön fotografierten Bildern (Regisseur Fred Schepisi) können als symbolträchtige Ikonen eines harmonischen Familienlebens gelten. (In München: Mathäser, Marmorhaus, Museum i.O.)</P><P>"Es bleibt in der Familie"<BR>mit Kirk Douglas, Michael Douglas<BR>Regie: Fred Schepisi<BR>Annehmbar </P><P> </P>

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