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Spione im Einsatz: Thomas Thieme als Locke (li.), Michael Gwisdek spielt Jacky.

Auferstanden

„Kundschafter des Friedens“ – eine Agentenklamotte

München - Im fiktiven geteilten Land Katschekistan feiern die sogenannten Kundschafter des Friedens ihr Revival. Die gewitzten und dödeligen Spione sind die Hauptattraktion der Agentenklamotte.

Kennen Sie Katschekistan? Das ist eine dieser ehemaligen, von Krisen gebeutelten Sowjetrepubliken, über die hierzulande jeder gewichtig den Kopf schüttelt, aber keiner so richtig Bescheid weiß. Im Falle Katschekistans ist das kein Wunder. Denn sowohl Ost- als auch Westkatschekistan, deren Wiedervereinigung im Film „Kundschafter des Friedens“ so sehr von der Bundesrepublik Deutschland erwünscht wird, gibt es nicht.

Wohl aber gab es die Kundschafter des Friedens. So hießen in der DDR alle Spione, die im Ausland eingesetzt waren oder im Inland Ausländer beobachten sollten. Sie feiern in Robert Thalheims Agentenklamotte nun Auferstehung: als ebenso gewitzte wie dödelige Helden. Die wichtigen Ossi-Rollen sind auch mit hochkarätigen Ossis besetzt. Henry Hübchen, Winfried Glatzeder, Michael Gwisdek und Thomas Thieme dürfen als Dreamteam durch die Hommage an Spionage-Serien, James-Bond- und Heist-Filme tapern. Dabei lassen sie die Ex-DDR durchaus nicht immer schlecht aussehen. Für die West-Fraktion standen Jürgen Prochnow, die gebürtige Sächsin Antje Traue und Florian Panzner vor der Kamera. Natürlich besitzt „Kundschafter des Friedens“ keine Metaebenen. Dennoch macht der Film meistens Spaß. Mit viel Selbstironie werden West und Ost gegeneinander ausgespielt, wobei die Karten durchaus neu gemischt sind. Etliche Anspielungen auf das Spionage-Genre lassen schmunzeln, einige Bilder tragen eine fast märchenhafte Patina. Längst vergessene Orte rücken wieder ins Licht. Da stört es wenig, dass einige Witze und Wendungen alt sind und manche Szenen im Gegensatz zu vielen US-Vorlagen etwas behäbig daherkommen.

„Kundschafter des Friedens“

mit Henry Hübchen

Regie: Robert Thalheim Laufzeit: 99 Minuten

Sehenswert

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Ossi’s Eleven“ mochten.

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