Kunterbunte Wundertüte

- Dunkel und genial, originell und boshaft, magisch und überraschend sind Tim Burtons Filme immer. Auch diesmal versteht es dieser Regisseur zu überraschen. Einen Film wie "Big Fish" mit seinem hellen, versöhnlichen Grundton hätte man nie erwartet. Eine Vater-Sohn-Geschichte im Rückblick: Der schrullige Edward Bloom (jung: Ewan McGregor; alt: der herausragende Albert Finney) wird bald sterben.

<P>Er lebte, indem er sich mit einer dicken Haut aus Erzählungen vor der Wirklichkeit geschützt hat. Edwards prahlerische Lieblingsanekdote ist die titelgebende von einem sehr, sehr, sehr großen Fisch, den der Vater am Tag der Geburt des Sohnes gefangen haben will. Das Erzähl-"Mantra" meint: Ohne wundersame Geschichten ist das ganze Leben nichts wert.<BR><BR>"Big Fish" erzählt Edwards Leben in märchenhaften Episoden. Der Film ist ein Füllhorn für all jene, die kunterbunten Kitsch nicht fürchten, sondern sich an einem Kino freuen können, das sich als Wunderkammer gibt. Auf Abgründe und Dunkelheit verzichtet der Film fast völlig. Man kann aber eine andere Seite entdecken: Edward entpuppt sich als versteckt-tragische Figur, einer, der das Leben verpasst hat, weil er es immer nur als Material für Erzählungen begriff. Der scheinbare Optimismus des Films wird dann selbst die größte Bedrohung. </P><P>(In München: Mathäser, Maxx, Arri, Münchner Freiheit, Kino Solln, Atlantis, Cinema und Museum i. O.) <BR><BR>"Big Fish"<BR>mit Ewan McGregor, Albert Finney, Jessica Lange<BR>Regie: Tim Burton<BR>Sehenswert </P>

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