Kurzfilmfestival über und mit Behinderten

- Knapp 300 Beiträge aus 41 Ländern galt es für eine Vorjury zu begutachten. Davon haben es insgesamt 26 Dokumentar- und Spielfilme aus zwölf Ländern geschafft. Sie werden vom 2. bis 5. November in München auf dem Internationalen Kurzfilmfestival "Wie wir leben!", das von der Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e.V. (abm) organisiert wird, den Zuschauern präsentiert. Bereits zum fünften Mal in zehn Jahren werden Filme mit und über Menschen mit Behinderung gezeigt.

Im Mittelpunkt stehen interessante Schicksale und spannende Themen, die nichts mit den verbreiteten Klischees zu tun haben. So zum Beispiel im Film "The Man Who Couldn't Dance", in dem es der größte Wunsch des Hauptdarstellers ist, endlich einmal zu tanzen. Das einzige Problem: Er hat keine Beine. Diese zum Teil kontroversen, komischen und berührenden Beiträge konkurrieren miteinander um einen Publikumspreis und drei Preise in einer Gesamthöhe von mehr als 9000 Euro. Vergeben werden diese von einer internationalen Fachjury.

"Das Festival sieht sich als Ort des Austauschs", so Gregor Kern, Leiter des Kurzfilm Festivals. Deswegen sind Regisseure und zum Teil auch Mitwirkende der Filme bei den Vorführungen anwesend und stellen sich anschließend den Fragen des Publikums. "Es geht hier nicht um Tragödien, sondern um Menschen, die leben, lieben und vor allem Wünsche haben", sagt Kern.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 und 21 Uhr. Am 5. November endet das Festival um 19 Uhr mit der öffentlichen Preisverleihung. Alle Filme werden in ihrer Originalfassung und mit englischen oder deutschen Untertiteln präsentiert.

Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, Karten 4 Euro; Infos: 089/ 30 79 92

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