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Lebt von Tierblut: Edward (Robert Pattinson).

Lang ersehnte Bestseller-Verfilmung

Regisseurin Catherine Hardwicke inszeniert den Vampir-Roman "Twilight - Biss zum Morgengrauen" nicht als Schauermärchen.

Als Erwachsener ist es nicht leicht nachzuvollziehen, weshalb dieser Film streckenweise fast schon hysterische Begeisterung auslöst. Dem Zielpublikum, also weiblichen Jugendlichen, allerdings dürfte egal sein, was Volljährige davon halten. Sie bekommen, was sie sich erhoffen - und das in annehmbarer Qualität.

Die Bestsellerverfilmung "Twilight - Biss zum Morgengrauen" um die komplizierte Romanze zwischen einem Vampir und einer Sterblichen (die Newcomer Robert Pattinson und Kristen Stewart) ist besser geraten, als zu befürchten war. Das liegt vor allem an der letztlich eher zurückgenommenen Inszenierung von Regisseurin Catherine Hardwicke, die sehr darauf bedacht ist, die Geschichte von Stephenie Meyer (deren bislang vier Romane der Reihe sich in 37 Ländern über 17 Millionen Mal verkauft haben) soweit möglich im Hier und Jetzt zu verankern und kein Schauermärchen daraus zu machen.

Genau das verleiht dem Film diese gewisse unterkühlt-melancholische Stimmung, die dafür sorgt, dass die Emotionen der Protagonisten umso stärker zur Geltung kommen. Denn darauf kommt es den Machern an - nicht etwa auf Action oder Horroreffekte.

Der Film nutzt die klassische Formel, die immer aufgeht: nettes junges Mädchen verliebt sich ausgerechnet in den Außenseiter, der geheimnisvoll, vielleicht sogar gefährlich ist. Natürlich hat der ein goldenes Herz und tut alles, um das Mädchen zu schützen - auch vor den eigenen Trieben. Ein keuscher "Bravo"-Fotoroman.

Robert Pattinson darf als ätherischer Romeo in die Kamera linsen und Mädchenherzen höherschlagen lassen. Das hat von James Dean bis zu Johnny Depp immer funktioniert. Ob Pattinson auch das gleiche schauspielerische Potenzial hat, muss sich noch weisen.

"Biss zum Morgengrauen"
mit Kristen Stewart
Regie: Catherine Hardwicke
Annehmbar

Zoran Gojic

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