"Leroy": Komödie um Neonazismus? - So bricht man Klischees

Hamburg - Leroy (Alain Morel) lebt in Berlin, ist siebzehn, Afro-Deutscher und spielt Cello. Mit seinem schwarzen Vater (Günther Kaufmann) und seiner weißen Mutter (Eva Mannschott) lebt er entspannt und ohne politisches Bewusstsein.

Er ahnt nicht, welche harten Prüfungen auf ihn warten. Als er sich in Eva Braune verliebt, beschert ihm das einen schmerzlichen Aufprall auf dem Boden der Realität. Denn die niedliche Blondine hat fünf glatzköpfige beschränkte Neonazi-Brüder, die Leroy von ein paar Gleichgesinnten verprügeln lassen. Doch die Aktion geht schief: Ausgerechnet Eva wird dabei verletzt.

Die Familie Braune stattet Regisseur Armin Völckers mit so deftigen Klischees aus, dass man trotz ihres politischen Hintergrundes immer wieder lachen kann. Aus seinem Kurzfilm "Leroy räumt auf" machte er einen schrägen, witzigen Kinospaß.

(Leroy, Deutschland 2007, 89 Min., FSK ab 12, von Armin Völckers, mit Alain Morel, Constantin von Jascheroff, Anna Hausburg)

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