Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer
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Partystimmung im Hause Moosandl mit Uscha Fröschl (Sabrina Khalil, v. li.), Maria Moosandl (Lisa Maria Potthoff), Irmi Moosandl (Monika Gruber) und Marias italienischem Freund Rocco (Serkan Kaya).

Bayerische Krimikomödie

„Maria Mafiosi“: Eine Hochschwangere auf Verbrecherjagd

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Polizistin Maria erwartet mit ihrem Geliebten Rocco, dessen Familie in kriminelle Machenschaften verstrickt ist, ein Kind. Dann häufen sich die Leichen.

Alles „bene“ im Leben der Polizistin Maria Moosandl: Freund Rocco (Serkan Kaya) liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Zum Stelldichein bringt er, Pizzabäcker im familieneigenen Ristorante, natürlich immer die Lieblingspizza mit. Der Job macht ihr Spaß. Stressig ist er im beschaulichen Landsberg sowieso nicht.

Der italienische Geliebte steigt in familiäre Drogengeschäfte ein

Bald werden Maria und Rocco Eltern. Doch das weiß bei Rocco zuhause noch niemand. Auch Marias Papa (Alexander Held), immerhin der örtliche Polizeichef, tappt völlig im Dunkeln. Nur die Gerüchteküche im Ort brodelt angesichts des Bauchs von Maria täglich heftiger. Ausgerechnet an dem Abend, als Rocco seinen Eltern endlich vom Enkelkind erzählen will, überschlagen sich die Ereignisse. Ein Toter im Waschkeller des Lokals muss beseitigt werden. Rocco, der bisher abtrünnige Spross des Mafiaclans Pacelli, muss sich bewähren und in die florierenden Drogengeschäfte seiner Familie einsteigen. Dazu hat er allerdings weder Lust noch Nerven. Zudem: Marias Mutterschutz hat noch nicht einmal begonnen, da häufen sich plötzlich die Leichen in Landsberg – die Hochschwangere beginnt mit den Ermittlungen.

Mafia-Liebes-Krimikomödie, die mit allen Vorurteilen spielt

Die Münchner Schauspielerin Jule Ronstedt gibt mit „Maria Mafiosi“ ihr Kino-Regiedebüt. Erste Erfahrungen im Inszenieren hat sie bereits am Theater gesammelt. Diesen gelassen-routinierten Umgang besonders mit den Darstellern spürt man deutlich. Abgesehen davon hat sich Ronstedt, die auch das Drehbuch zu „Maria Mafiosi“ verfasste, jede Menge originelle, liebenswert gezeichnete und gut ausgestaltete Charaktere in zum Teil aberwitzigen Situationen einfallen lassen. Manchmal hätte man sich allerdings einen schärferen, bissigeren Witz gewünscht.

Die bayerische Mafia-Liebes-Krimikomödie spielt sehr schön mit allen vorhandenen Vorurteilen. Ronstedt hätte sich da ruhig mehr trauen dürfen – das Timing und der Humor passen ja. Die Tonlage erinnert oft an die Adaptionen der Bücher von Rita Falk mit Sebastian Bezzel als maulfaulem Provinzbullen Eberhofer. In den besten Szenen – wie jener, in der Maria die Italienerin, die Rocco nach dem Willen der Mafia heiraten soll, zum Teufel schickt – wirkt der Witz richtig frech und fast schon anarchisch. Das Ensemble ist für einen Debütfilm mit Darstellern wie Sigi Zimmerschied, Alexander Held und Monika Gruber exzellent und treffend besetzt. Besonders Lisa Maria Potthoff verkörpert die zunehmend energischer werdende Mafiabraut Maria perfekt.

Gruber und Ronstedt: Starbesuch im Erdinger Cineplex-Kino

Übrigens: Kabarettistin und Schauspielerin Monika Gruber und Regisseurin Jule Ronstedt statten am Dienstag, 20. Juni, um 20 Uhr dem Erdinger Cineplex-Kino einen Besuch ab. Dort stellen sie die Krimi-Komödie „Maria Mafiosi“ vor und beantworten die Fragen der Zuschauer.

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