Menschen im Schnee

- Klaus Löwitsch in seiner letzten Rolle. Ein Schurke, wie so oft zuvor. Aber er hätte auch als Bösewicht einen besseren Abgang verdient gehabt, als sich nach Fassbinder und Peckinpah ausgerechnet mit Christian Duguays "Extreme Ops" von seinen Fans zu verabschieden, ausgerechnet in der Rolle eines Bilderbuch-Erben, dessen Charakter - so böse wie der von Milosevic _ genauso originell ist wie der Vorname: Slobodan. Immerhin macht Löwitsch dies gut. Das heißt aber nicht viel in einem Film, dessen größte Stärke die Stuntsequenzen sind.

<P>Ein friedlich unbeschwertes Team von Stuntspezialisten spürt in den Tiroler Alpen durch Zufall einen serbischen Kriegsverbrecher (eben Löwitsch) auf und bringt ihn zur Strecke. Das Warum und Wieso bleibt dabei völlig ausgeblendet, ansonsten wird im Schnee getobt, werden die sportlichen Körper der Jungdarsteller Jana Pallaske und Joe Absolom schmuck ins Bild gesetzt.</P><P>Verglichen mit der Alpen-Action von "Vertical Limit" und "Cliffhänger" sind auch die Skiszenen eher Pappschnee. So hält man sich im Übrigen an die Darsteller: außer Löwitsch etwa Heino Ferch und Rufus Sewell. Einen schönen, in diesem Fall treffenden Dialog gibt es auch noch: "Seid ihr vom CIA?" "Schlimmer. Aus Hollywood!" (In München: Marmorhaus, Maxx, Gloria, Karlstor, Autokino, Museum i. O.) </P><P>"Extreme Ops"<BR>mit Klaus Löwitsch, Jana Pallaske, Heino Ferch<BR>Regie: Christian Duguay<BR>Erträglich </P><P><BR> </P>

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