Her mit den 100 Millionen

- Jack Stanfield (Harrison Ford) ist Sicherheitsexperte einer Bank. Er wohnt in einem herrlichen Haus mit einer schönen blonden Frau (Virginia Madsen), zwei Kindern und einem Hund. Der böse Brite Bill Cox (Paul Bettany) bringt Stanfields Familie in seine Gewalt, um ihn zu zwingen, dass er von den Konten der Bank 100 Millionen Dollar überweist. Stanfield muss kooperieren und um das Leben seiner Liebsten kämpfen.

Die Geschichte von "Firewall" klingt nicht gerade originell. Tatsächlich hat der britische Regisseur Richard Loncraine vor knapp 20 Jahren selbst einen ähnlichen Streifen inszeniert ("Bellman & True - Gangster wider Willen"), von dem es wiederum eine Art US-Remake gab ("The Real McCoy" mit Kim Basinger). Nun hat Hollywood immer wieder aus scheinbar ausgelutschten Plots spannende Filme gemacht. Doch "Firewall" schafft es nur zum mäßig interessanten Popcorn-Movie.

Der Inszenierung mangelt es über weite Strecken an Tempo und - trotz reichlich Regens und Dunkelheit - an Atmosphäre. Das Mitgefühl des Zuschauers mit der gepeinigten Luxusfamilie hält sich in Grenzen. Ein Fehlgriff ist die Besetzung der Hauptrolle. Harrison Ford wirkt im Alter von mittlerweile 63 Jahren und entsprechenden Knautschfalten als High-Tech-Computerfachmann mit einer viel jüngeren Frau und kleinem Sohn ziemlich unglaubwürdig. Schon häufig glänzte er als der gewöhnliche Amerikaner in ungewöhnlichen Situationen, diesmal funktioniert die Konstellation trotz aller schauspielerischen Routine nicht.

Paul Bettany, im wahren Leben der smarte Mann an der Seite von Oscar-Preisträgerin Jennifer Connelly, gibt den kalten Fiesling da schon überzeugender. Virginia Madsen ist leider auf das Stereotyp der tapferen Mutter reduziert. Gut und Böse treffen sich schließlich zum finalen Duell mit bloßen Fäusten in einer einsamen Hütte am See. "Firewall" ist nicht der Kultfilm der Google-Generation, sondern filmische Dutzendware.

"Firewall"

mit Harrison Ford, Virginia Madsen

Regie: Richard Loncraine

Annehmbar

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