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Spiderman Ethan Hunt: Mit speziellen Handschuhen klettert der von Tom Cruise verkörperte Spezialagent an der Außenfassade des Burj Khalifa in Dubai herum, um in dessen Server-Raum (Bild) zu gelangen.

Mission Impossible 4: Popcorn-Kino der besten Art

Die "Mission: Impossible“-Reihe geht weiter. Gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor, ist der vierte Teil der Serie der bislang beste seit dem Erstling von Brian de Palma. Hier die Filmkritik und der Kinotrailer:

James Bond hat es vorgemacht. In „Casino Royale“, dem ersten der bislang zwei Filme mit Daniel Craig, bricht die Reihe mit alten Traditionen, nicht selten mit feinem Humor. Als der Geheimagent etwa von einem Kellner gefragt wird, ob er seinen Martini „geschüttelt oder gerührt“ haben möchte, antwortet Bond trocken: „Sehe ich aus, als ob mich das interessiert?“

Der Kniff ist nicht neu. James Cameron etwa verspottete 1994 mit „True Lies“ und Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle vorzüglich das ganze Genre des Agenten-Thrillers. Nach dem gleichen Muster versucht der Schauspieler und Produzent Tom Cruise nun, der „Mission: Impossible“-Reihe neues Leben einzuhauchen. Gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor, ist der vierte Teil der Serie der bislang beste seit dem Erstling von Brian de Palma.

Sind Sie ein Kino-Kenner? Die besten Filmzitate

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Der hatte 1996 einen klassischen Agentenfilm mit geheimen Bibelbotschaften und Doppelagenten inszeniert, anders etwa als John Woo, der aus Ethan Hunt (Cruise) einen wenig glaubwürdigen Action-Helden machte. In seinem Realfilm-Debüt setzt der mit zwei Oscars ausgezeichnete Animationsfilmer Brad Bird („Ratatouille“, „Die Unglaublichen“) auf eine Mischung aus den vorherigen Episoden, sprich: aus Action und Thriller. Das macht er gut, sehr gut sogar.

In „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ wird der Geheimagent Ethan Hunt von der „Impossible Missions Force“ (IMF) für einen Anschlag auf den Kreml verantwortlich gemacht. Die Explosion selbst ist die optische Enttäuschung des Films. Bei einem kolportierten Budget von 140 Millionen Dollar hätte man eigentlich mehr erwartet. Egal. Um einen Atomkrieg zwischen den USA und Russland zu verhindern, muss Hunt den wahren Drahtzieher finden. Innerhalb kürzester Zeit, versteht sich, mit einem eilig zusammengeschusterten Team, ohne fremde Hilfe und ohne einen detaillierten Plan.

Klappt natürlich, aber entscheidend ist das nicht. Entscheidend ist auch nicht, dass Bösewicht Kurt Hendricks (blass: Michael Nyqvist) kein ersichtliches Motiv hat, einen Atomkrieg anzuzetteln. Entscheidend ist, dass der Film sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern nicht allzu ernst nimmt. Das zeigt etwa die Szene, in der Hunt erleichtert auf einen roten Buzzer (!) haut und „Mission accomplished“ ruft, weil er glaubt, eine Atombombe entschärft zu haben. So wie George W. Bush nach seiner aufsehenerregenden Rede am 1. Mai 2003 auf einem Flugzeugträger erkennen musste, dass der Irak-Krieg keineswegs vorbei ist, so muss auch Ethan Hunt feststellen, dass die Mission keineswegs erfüllt ist: Der Countdown tickt weiter.

Es ist nicht die einzige ironische Pointe in diesem Film. Im Gegenteil: Es gibt Figuren wie den mitunter überforderten Computer-Experten Benji Dunn (erneut herrlich: Simon Pegg) oder den, pardon, lustmolchigen indischen Mogul Brji Nath (Anil Kapoor), die als Karikaturen letztlich nur der Erheiterung dienen. Hinzukommen zahlreiche Anspielungen auf die drei vorangegangenen Episoden – und technischer Schnickschnack, der nicht funktioniert. So streikt etwa die Masken-Maschine, die man aus den anderen Teilen kennt.

Alles in allem ist Birds „Mission: Impossible“ unterhaltsames Popcorn-Kino der besten Art. Schlicht spektakulär die Szenen, in denen Cruise auf dem höchsten Gebäude der Welt herumturnt, dem Burj Khalifa in Dubai. Ideenreich inszeniert die anschließende Verfolgungsjagd durch einen Sandsturm. Atemberaubend schön das Kleid von Paula Patton.

Thierry Backes

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