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Wirft einen Blick hinter die Kulissen Hollywoods: "Inside Hollywood" mit Robert de Niro.

"Inside Hollywood": Trailer und Kritik zum Film

Los Angeles - "Inside Hollywood" wirft einen Blick hinter die Kulissen Hollywoods und ist unter anderem mit Bruce Willis, Robert de Niro und Sean Penn top besetzt.

„Ja ich finde, der Film hat viel Interessantes“ – ein vernichtendes Urteil. Nicht zufällig hört Ben (Robert de Niro) beim Nachhausefahren die Melodie „Spiel mir das Lied vom Tod“. Am nächsten Morgen klingelt der Wecker zu früh, und bei der Yoga-Morgengymnastik versucht er sich zu erinnern, was zuletzt geschah? Obwohl die Testvorführungen des neuen Sean-Penn-Films in die Hose gegangen sind, will der ständig zugedröhnte Regisseur den Film nicht umschneiden. Und am Horizont lauern neue Probleme: Der Bart, der Bruce Willis wie einen Weihnachtsmann aussehen lässt. Der Tod eines Schauspiel-Agenten. Das Privatleben seiner Tochter (Kristen Stewart). Undsoweiter. Ben ist Filmproduzent. In Hollywood. Und „Inside Hollywood“ ist eine furiose Satire aus der Welt des Films. Regie führte Barry Levinson („Wag the Dog“, „Rain Man“) – und viele Stars spielen sich selbst.

Szenen aus dem Film

Hollywood-Satire mit Star-Besetzung

Vorbild für den Film ist „What just happened“, eine bitterböse Abrechnung mit der Filmindustrie (siehe Kasten). Und tatsächlich ist es ungemein lustig, in „Inside Hollywood“ Bruce Willis dabei zuzusehen, wie – als Bruce Willis – mit Nikolaus-Vollbart dem Produzenten minutenlang erklärt, warum dies ein Ausdruck seiner Künstlerpersönlichkeit sei, bevor er einfach nur herumpöbelt und mit Stühlen schmeißt. Oder wie er bei einer Beerdigung die Rede hält, und dabei statt vom Toten nur von sich spricht. Ein anderes Beispiel ist Sean Penn, der als Sean Penn ein ebenso eitler wie dummer Wichtigtuer ist.

>>>Der Trailer zur Komödie mit Star-Besetzung<<<

So böse wie Robert Altmans „The Player“ ist Barry Levinsons Arbeit indes nicht. „Inside Hollywood“ ist ein Film, der als leichte Komödie erscheint, aber doch zumindest einen Teil der Wahrheiten zeigt, die im Kino und in Zeitungen sonst nicht vorkommen dürfen – weil das das schöne Bild der Traumfabrik zerstören würde, und die Manipulation des Publikums und die Korruption der Medien, überhaupt den Ausverkauf der Werte und der Kultur, beim Namen nennt. So erfährt man hier, wie wenig Macht Regisseure haben, wie sehr das Geld und die Gier das Filmgeschäft dominieren, dass die Branche durch und durch verlogen ist, und die meisten Produzenten sich durch nichts von den Betreibern eines Billigsupermarkts unterscheiden: Sie vertreiben wertlose Massenware zu überhöhten Preisen. Aber gewiss trifft das alles nur auf Amerika zu. Natürlich liegen die Dinge in Deutschland ganz anders. Die Handlung ist frei erfunden, Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Vorkommnissen oder Personen sind unbeabsichtigt und wären rein zufällig. (In München: Cinemaxx, Leopold, Atelier, Neues Arena, Cinema OV, Museumslichtspiele OV) 

Rüdiger Suchsland 

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