Nur Nebenrolle für "Findet Nemo"

- Berlin - Der frech-amüsante Unterwasser-Trickfilm "Findet Nemo" muss sich am Ende mit einer Nebenrolle begnügen: Groß mit der Deutschlandpremiere in Berlin am Potsdamer Platz in Szene gesetzt, hat ihn Titelsong-Interpret Robbie Williams am späten Sonntagabend an den Rand gedrängt. Mit seinem Kurzauftritt bei der Premierenfeier in Berlins Untergrund stiehlt der charismatische Brite den liebevoll animierten Ozeanbewohnern rund um den kleinen Clownfisch Nemo die Show.

<P>Bis kurz vor Mitternacht müssen die rund 1500 Premierengäste warten, bevor Robbie Williams die Bühne im so genannten Kanzler-U- Bahnhof direkt unter dem Reichstag erklimmt.</P><P>Die noch nicht eröffnete, unterirdische Tunnelröhre ist in bläuliches Licht getaucht. Wasserfontänen und Meeresrauschen sollen das entsprechende Unterwasserambiente vermitteln. Mit dem Titelsong "Beyond the Sea" erweist der 29-Jährige - im Nadelstreifenanzug mit Micky-Maus-T-Shirt - zu Beginn dem bereits jetzt erfolgreichsten Trickfilm aller Zeiten seine Referenz. Bestens gelaunt gibt der Popsänger die Begeisterung für seinen Auftritt zurück: "Voller Vergnügen" sei er der Einladung zur Deutschlandpremiere gefolgt. Begleitet von seiner Bigband präsentiert Williams vor allem gefühlvolle Balladen.</P><P>Bestens kommt beim Publikum - passend zum Film - das Lied von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper an. Die kleine Nina direkt vor der Bühne hat der Popstar zuvor kniend gefragt, ob sie sich denn vor den Haien im Film gefürchtet habe. "Ich hatte auch Angst vor den Haien, und ich bin fast 30", bekennt er dann unter dem Jubel der Zuhörer. Allen "Zugabe"-Rufen zum Trotz ist nach sechs Liedern Schluss. Schließlich sei er nur für den Filmsong eingeladen worden, entschuldigt sich der Brite.</P><P>Völlig begeistert von diesem "Super-Doppelpack: Toller Film und Williams" zeigt sich Schauspieler Christian Tramitz ("Der Schuh des Manitu"), die deutsche Synchronstimme von Nemo-Vater Marlin. "Dieser Gesichtsausdruck, diese Stimme, es ist einfach unglaublich, was da rüberkommt bei Robbie Williams", meint Tramitz. Auch der Kinofilm wird gelobt. Das fünfte Werk aus den Pixar Animation Studios hat die Disney-Produktion "Der König der Löwen" inzwischen in den USA entthront.</P><P>Das Besondere an diesem Unterhaltungsfilm sei die Geschichte rund um die Suche des besorgten Vaters nach seinem von Tauchern im Pazifischen Ozean gekidnappten Sohn, sagt Udo Wachtveitl - Synchronstimme von Crush, einer 150 Jahre alten Schildkröte. "Tiefe und Witz sind hier in erstaunlichem Ausmaß gelungen", findet der Münchner "Tatort"-Kommissar.</P><P>Für Tramitz waren vor allem die zwei gemeinsamen Synchrontage mit Anke Engelke, die den Part von Marlins Begleiterin Dorie spricht, "die lustigsten zwei Tage in meinem Leben". Sie hätten gemeinsam so viel rumgealbert, dass der genervte Regisseur sie schließlich getrennt habe, bekennt Tramitz. "Fortan mussten wir jeweils allein synchronisieren."</P>

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