Die Nervensäge der Vorstadt

- Lindsay Lohan hat ein Abo auf die Rolle der pubertierenden Nervensäge, wie sie in der Teenie-Komödie "Bekenntnisse einer Highschool-Diva" erneut beweist. Sie spielt eine 15-jährige New Yorkerin, die nur unter Heulen und Zähneklappern mit ihrer allein erziehenden Mutter, einer Töpferin, in eine sterile Vorstadt zieht.

<P>Überspannt ist gar kein Ausdruck für den Gemütszustand von Mary, die Schauspielerin werden will und darauf besteht, Lola genannt zu werden. Einen großen Teil ihres Daseins widmet sie der Verehrung von Stu, Sänger einer Independent-Rockband. Als diese sich auflöst, baut Lola einen kleinen Traueraltar, und als sie nicht zum Abschiedskonzert darf, tritt sie als Gandhi gewandet in den Hungerstreik. Flugs legt sie sich außerdem mit der tonangebenden Schulzicke an: Die schöne, reiche, intrigante Carla rivalisiert mit ihr um die Hauptrolle im Schulmusical "Pygmalion".<BR><BR>Diese Komödie besitzt originelle Momente. Schade nur, dass die produzierende Disney-Company schnell der hausüblichen Frömmelei verfällt und über Lolas Exzentrik den Daumen senkt. Sie muss "pädagogisch wertvolle" Lektionen durchlaufen und moralisch zurechtgestutzt werden. Und dies recht prüde und realitätsfern. </P><P>"Bekenntnisse einer Highschool-Diva"<BR>mit Lindsay Lohan, Adam Garcia, Glenne Headly<BR>Regie: Sara Sugarman<BR>Annehmbar </P>

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