Offener Brief von Filmfreunden

- Der von der Bundesregierung finanzierte Deutsche Filmpreis ist mit 2,87 Millionen Euro die höchst dotierte nationale Kulturauszeichnung. Produzent Bernd Eichinger und andere Branchenvertreter träumen nun von einer Filmakademie mit 2500 Mitgliedern, die die Verleihung des Preises mitorganisiert und zu einer "Leistungsschau des deutschen Films" macht. Die Akademie solle keine Gegenveranstaltung zum Filmpreis sein, sondern lediglich das Ansehen des deutschen Films stärken.

<P>Kritiker dieses Konzepts fürchten eine Kommerzialisierung und Degradierung des Preises zu einer "Marketingveranstaltung für den Mainstream". So heißt es in dem Offenen Brief, mit dem sich rund 400 Filmschaffende, Schauspieler und Kritiker jetzt an Staatsministerin Christina Weiss gewandt haben. </P><P>"Der Deutsche Filmpreis ist die einzige Förderung, die den künstlerischen Erfolg eines Werkes zum alleinigen Kriterium für die finanzielle Unterstützung künftiger Werke macht." So ermögliche er es, "Projekte anzustoßen, die ein größeres Wagnis eingehen". Eine "behutsame Reform" würden die Unterzeichner jedoch begrüßen, um eine größere Risikobereitschaft bei den Nominierungen zu ermöglichen. In der Jury sollte zu Gunsten von Sachverständigen auf "Partei- und Kirchenproporz" verzichtet werden. </P>

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