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Im Rausch: Clay (T.J. Miller, re.) gönnt seinen Mitarbeitern die perfekte Party.

Weihnachtsfeier mal anders

„Office Christmas Party“: Orgiastischer Tanz

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München - „Office Christmas Party“ ist ein Gag-Feuerwerk: Leichtgewichtig und entspannend nach den Weihnachtseinkäufen.

Büro-Weihnachtsfeiern verlaufen üblicherweise zivilisiert, und bis auf einen üblen Kater gibt es nur selten ein böses Erwachen. Wie anders müssen die Partys ausgesehen haben, an denen Produzent Scott Stuber teilgenommen hat, bevor ihm die Idee zu „Office Christmas Party“ kam: „Die Weihnachtsfeier ist wie ein stubenreiner Mops. Er tut keinem weh und ist kindertauglich, aber irgendwo unter dieser knuddeligen Oberfläche ist noch die DNA einer wilden Bestie.“ Eine solch rauschhafte Veranstaltung wollten Stuber und die Regisseure Josh Gordon und Will Speck offensichtlich noch einmal erleben. Denn einen anderen Grund für den inhaltlich leichtgewichtigen Film mag man sich kaum vorstellen.

Was sie dem Zuschauer servieren, kann sich allerdings sehen lassen: „Ich habe den schwarzen Party-Gürtel“, brüllt Chef Clay (T.J. Miller) begeistert, bevor er sich im Weihnachtsmannkostüm in die Menge wirft. Für seine Mitarbeiter zaubert er ein aufsehenerregendes Fest mit Rentieren, Tänzern, Sängern – wohl wissend, dass am nächsten Morgen alles vorbei sein wird und seine spaßbefreite Schwester Carol (Jennifer Aniston) die schwächelnde Zweigstelle des Familienkonzerns schließen wird. Als orgiastischen Tanz auf dem Vulkan inszenieren die Regisseure dieses Gag- und Effekte-Feuerwerk. Vor lauter launigen Bonmots und irren Slapstick-Einlagen vergisst man, dass die Handlung nur ein glitzernd dekoriertes Nichts ist. Als Entspannung vom weihnachtlichen Einkaufsmarathon durchaus brauchbar.

„Office Christmas Party“

mit Jason Bateman

Regie: Josh Gordon, Will Speck

Laufzeit: 105 Minuten

Annehmbar

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