Oma, die Herrscherin

- Carolina und ihre beiden kleinen Schwestern wachsen bei der Großmutter auf. Die wird von Shirley MacLaine gespielt, also ist ziemlich schnell klar, dass sich Oma die Freizeit nicht mit Kuchenbacken und Topflappen-Häkeln vertreibt. Als Matriarchin beherrscht Grandma Mirabeau ihre ungewöhnliche Großfamilie, zu der noch der versoffene Sohn und ein paar skurrile Gestalten aus der Umgebung zählen.

<P>Carolina hat dieses knapp außerhalb der bürgerlichen Normen liegende Leben satt. Sie träumt von Mann, Kind, Haus und Hund. Als sie den reichen, attraktiven Heath (Edward Atterton) kennen lernt, scheint Carolinas Margarine-Reklame-Idylle endlich zum Greifen nahe. Dumm nur, dass Oma einen anderen Lebensplan für die Enkelin entworfen hat. In dem spielt Carolinas bester Freund und Nachbar, der blasse Kitschromanautor Albert (Alessandro Nivola), die Hauptrolle.<BR><BR>Die Geschichte, die Marleen Gorris hier erzählt, kennt man bereits aus ihrem oscarprämierten Debüt "Antonias Welt". Da wurde eine recht ähnliche Story aus der Sicht der Mutter einer Großfamilie bebildert. Jetzt geschieht eben dies aus der Sicht der Enkelin. Die nicht sehr originelle Handlung ist aber ohnehin Nebensache in einem Spielfilm, der auf das immer sehenswerte Spiel MacLaines zugeschnitten ist. Jeder Augenaufschlag der resoluten Diva ist die Kinokarte wert. Gegen einen derart dominanten Partner anspielen zu können, ist nicht einfach. Umso bemerkenswerter ist die erfrischende Leichtigkeit, mit der Julia Stiles sich in ihrer Titelrolle behauptet. Der Rest ist eine nette, amüsante Familienkomödie.</P><P><BR>"Carolina"<BR>mit Shirley MacLaine,<BR>Edward Atterton<BR>Regie: Marleen Gorris<BR>Sehenswert </P>

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