Oscar-Fieber in der Kälte

- Der Rote Teppich ist ausgerollt. Meterhohe Oscar-Figuren stehen vor dem Kodak-Theater in Hollywood für die Parade der Stars bereit. Selbst Regenwolken und ungewöhnlich tiefe Temperaturen in Südkalifornien können dem Oscar-Fieber nichts anhaben.

 Wenn am Sonntagabend (Nacht zum Montag nach MEZ) zum 79. Mal die begehrten Filmpreise verteilt werden, kann sich auch Deutschland Hoffnungen machen. Denn dem Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck, nominiert in der Sparte nicht-englischsprachiger Film, werden gute Chancen eingeräumt, auch weil der Film nicht mehr wie bei den Golden Globes gegen das teilweise auf Japanisch gedrehte "Letters From Iwo Jima" antreten muss. Starker Konkurrent soll aber der mexikanische Fantasyfilm "Pan‘s Labyrinth" sein (sechs Nominierungen). Zuletzt hatte die Münchner Regisseurin Caroline Link 2003 mit "Nirgendwo in Afrika" den Oscar nach Deutschland geholt.

Als Favoriten gehen der Musikfilm "Dreamgirls" und das Gesellschaftsdrama "Babel" ins Rennen. Mit acht Anwartschaften gibt "Dreamgirls" über den Aufstieg und Fall schwarzer Soulsängerinnen rein rechnerisch den Takt an. In der "Königskategorie" bester Film wurde das Musical aber übergangen. Dort konnte sich "Babel" von Alejandro González Iñárritu platzieren, gemeinsam mit dem Mafia-Thriller "Depar\-ted ­ Unter Feinden" von Martin Scorsese, Clint Eastwoods Kriegsdrama "Letters from Iwo Jima", "The Queen" von Stephen Frears und "Little Miss Sunshine".

 Live-Berichterstattung in der Nacht zum Montag ab 1.10 Uhr auf ProSieben.

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