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Dierk Sindermann mit Oscar-Gewinnerin Sandra Bullock.

Leo DiCaprio und Co.

Oscars 2016: Das sind die Favoriten des Hollywood-Experten

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Los Angeles - Oscar-Experte Dierk Sindermann verrät, welche Filme und Schauspieler für ihn die Favoriten bei den Oscars 2016 sind.

Update vom 24. Februar 2017: Viele Filme gehen ins Rennen - aber welche Meisterwerke holen einen oder mehrere Oscars? Wir haben die Favoriten und Prognosen für die Oscars 2017 zusammengefasst.

Update vom 23. Februar 2017: Film-Experten rätseln auch in diesem Jahr wieder, welche Schauspieler und Filme mit den begehrten Academy Awards ausgezeichnet werden. In der Nacht von Sonntag auf Montag wird die Oscarverleihung 2017 live im TV und im Live-Stream übertragen - ein Pflicht-Termin für Film-Fans!

Erinnern Sie sich, wann Paul Newman den Oscar gewann? Es war vor 30 Jahren für “Die Farbe des Geldes”. Warum die Frage? Weil sie etwas mit dem Oscar 2016 zu tun hat. Newman hatte vor seinem Gewinn bessere Filme gedreht. Doch nach sechs erfolglosen Nominierungen konnte die Filmakademie ihn damals nicht länger links liegen lassen. Das Fachmagazin “Hollywood Reporter” nennt dieses Phänomen “Richtige Person, falsches Jahr”. Und diesmal trifft es auf Leonardo DiCaprio zu. Ob der Schauspieler dieses Mal tatsächlich den Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, erfahren Sie hier: Wir bleiben für Sie wach und tickern die Oscars 2016 live.

Vier Mal stand er auf der Liste potenzieller Gewinner. Das erste Mal 1994 als bester Nebendarsteller in “Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa”. Schon damals hätte er die Statue verdient gehabt. Ebenso wie 2005 für seine Verkörperung von Howard Hughes in “Aviator”. Auch heuer gehört Leoanardo di Caprio zu den Nominierten für eine Oscar-Trophäe

Oscar-Kategorie "Bester männlicher Hauptdarsteller"

Die Grunz- und Grimm-Rolle des “Rückkehrer” machte Leo nicht zum Favoriten der Kritiker. Doch wenn Oscar den 41-Jährigen nach seinen Siegen beim “Golden Globe” und den ”Screen Actors Awards” wieder verschmähen würde, dann wäre der (Gold-)Lack ab.

Leos Konkurrenz: 

Eddie Redmayne (“The Danish Girl”) - Der Oscar letztes Jahr für “Die Entdeckung der Unendlichkeit” muss reichen.

Bryan Cranston (“Trumbo”) - Gut, aber besser ist er in “Breaking Bad” 

Michael Fassbender (“Steve Jobs”) - Der einzige, der gegen DiCaprio eine Chance hat 

Matt Damon (“Der Marsianer”) - Wenn er gewinnt, wäre die Filmakademie hinterm Mond

Oscar-Kategorie "Beste weibliche Hauptdarstellerin"

Für die Welt ist sie eine Newcomerin, aber Hollywood kennt sie schon seit ihrem 9. Lebensjahr. Brie Larson (bürgerlicher Name Brianne Sidonie Desaulniers) startete ihre Laufbahn in einem Sketch von Comedy-Talkmaster Jay Leno. Die bitterernste Rolle eines Entführungsopfers, das sich jahrelang mit stiller Würde in seine Gefangenschaft im “Raum” schickt, hat die 26-Jährige auf die Ebene einer Cate Blanchett katapultiert. Und höher.

Trailer "Raum"

Larsons Konkurrenz:

Saoirse (spricht sich so ähnlich wie Kirsche mit S) Ronan (“Brooklyn”): Ernsthafte Konkurrenz für die fünf Jahre ältere Favoritin Brie 

Cate Blanchett (“Carol”): Der Oscar wäre ihr sicher – wenn es nicht Brie und Saoirse gäbe 

Charlotte Rampling (“45 Jahre”): Erste Oscar-Nominierung der Veteranin. Hätte den späten Triumph verdient - wenn es nicht Brie und Saoirse gäbe 

Jennifer Lawrence (“Joy”): Richtige Person, falscher Film

Oscar-Kategorie "Beste weibliche Nebendarstellerin"

Eigentlich hat Rooney Mara die Einstufung als Nebendarstellerin in “Carol” nicht verdient. Oscar sollte anerkennen, dass sie der großen Cate Blanchett in “Carol” künstlerisch Paroli bietet.

Trailer "Carol" 

Die Konkurrenz:

Alicia Wikander (“The Danish Girl”) - Wenn Mara nicht gewinnt, dann Alicia 

Jennifer Jason Leigh ( “The Hateful 8”) - Blutrünstig und vulgär ist dieses Jahr nicht angesagt 

Rachel McAdams (“Spotlight”) - Gute Person, guter Film, falsche Gegnerinnen 

Kate Winslett (“Steve Jobs”) - 7 Mal nominiert, einmal gewonnen. Aber dieses Mal ist die junge Garde dran

Oscar-Kategorie "Bester männlicher Nebendarsteller"

Kann man Sylvester Stallone mit Orson Welles und Charlie Chaplin vergleichen? Warum denn nicht! Alle drei wurden in einem Oscar-Jahr für bestes Drehbuch und bester Hauptdarsteller nominiert. Jetzt kann “Rocky” die beiden Film-Genies sogar übertrumpfen. Chaplin und Welles gewannen nur einmal in ihrem Leben, Stallone hat mit der Auszeichnung bester Nebendarsteller (“Creed”) den zweiten Academy Award zum Greifen nahe.

Clip aus "Creed"

Die Konkurrenz: 

Mark Rylance (“Bridge of Spies – Der Unterhändler”) - Eigentlich kann Stallone dem Shakespeare-Darsteller nicht das Wasser reichen. Aber Amerika liebt Comeback-Helden 

Mark Ruffalo (“Spotlight”): Gut wie immer, aber kein Held 

Tom Hardy (“Der Rückkehrer”) - Besser geht böse nicht, aber da ist Stallone 

Christian Bale (“The Big Short”) - Besser geht durchgeknalltes Genie nicht, aber da ist Stallone

Oscar-Kategorie "Beste Regie"

Ob Leonardo DiCaprio (wie gesagt dieses Jahr) den Oscar verdient hat, darüber kann man streiten. Aber nicht darüber, ob er Alejandro G. Inaritu als bester Regisseur gebührt. Der Perfektionist trieb sich und seine Crew in eiskalter Wildnis an den Rand des Ertragbaren.

Trailer "The Revenant"

Die Konkurrenz: 

Tom McCarthy (“Spotlight”) - Außenseiterchance 

Lenny Abrahamson (“Raum”) - “Ich war total perplex über meine Nominierung.” Gibt es eine Steigerung für perplex? 

Adam McKay (“The Big Short”) - Seine Regie-Gags, die Machenschaften der Hypotheken-Mafia durchschaubar zu machen, halfen. Leider nicht genug 

George Miller (Mad Max: Fury Road”) - Jede Szene ein Knaller, aber Oscar mag es nicht so laut

Oscar-Kategorie "Bester Film":

12 Nominierungen für “Der Rückkehrer”. Das nennt man Favorit.

Die Konkurrenz: 

“Spotlight” - Darling der Kritiker 

“Mad Max: Fury Road” - Action pur. Nichts für die Puristen der Akademie 

“Raum” - No action. Puristen lieben das 

“Der Marsianer” - Keine Chance 

“Bridge of Spies” - Nominierung nur ein Zuckerl fuer Steven Spielberg

Falls Sie die Oscar-Verleihung mitverfolgen wollen: Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie die Oscars 2016 live im TV und im Live-Stream sehen können.

D. Sindermann

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