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Die Filmemacher (von links) Ilker Catak, Patrick Vollrath und Dustin Loose haben bei den Studentenoscars gewonnen.

Verleihung am 17. September

Drei deutsche Regisseure gewinnen Studenten-Oscars

Los Angeles - Drei deutsche Nachwuchsregisseure sind die diesjährigen Gewinner der Studenten-Oscars in der Sparte „Ausländischer Film“.

Großer Erfolg für den deutschen Filmnachwuchs in Hollywood: Gleich drei deutsche Regisseure sind die diesjährigen Gewinner der Studenten-Oscars in der Sparte „Ausländischer Film“. Wie die Oscar-Akademie in Beverly Hills am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, setzten sich die Filme „The Last Will“ von Dustin Loose, „Everything Will Be Okay“ von Patrick Vollrath und „Fidelity“ von Ilker Çatak gegen die internationale Konkurrenz durch.

Loose kommt von der Filmakademie Baden-Württemberg, Vollrath von der Filmakademie Wien und Çatak von der Hamburg Media School. Mit ihnen waren Filmemacher aus Belgien, Mexiko, England und Schweden nominiert. Sieben junge Regisseure hatten es zunächst in die Endrunde geschafft. Weltweit waren Beiträge von 93 Filmschulen eingereicht worden.

Die drei deutschen Gewinner können die Preise am 17. September in Los Angeles in Empfang nehmen. Erst bei der Verleihung wird sich herausstellen, wer von ihnen den Oscar in Gold, Silber oder Bronze erhält.

Im vergangenen Jahr waren zwei deutsche Regisseure in der Endrunde. Die goldene Trophäe ging an den Münchner Regisseur Lennart Ruff für seinen Abschlussfilm „Nocebo“, der an der Hochschule für Fernsehen und Film in München entstanden war. Peter Baumann holte Bronze mit seinem schwarzhumorigen Kurzfilm „Border Patrol“.

Mit den Studenten-Oscars ehrt die Akademie seit 1972 Auslands-Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. Gewinner der Nachwuchspreise mischen häufig auch in den Kurzfilm-Sparten bei der großen Oscar-Verleihung mit.

Der Studenten-Oscar hat sich als Sprungbrett für eine Hollywood-Karriere erwiesen. Regisseure wie John Lasseter („Toy Story“, „Findet Nemo“), Spike Lee („Malcolm X“, „Inside Man“) und Robert Zemeckis („Zurück in die Zukunft“, „Cast Away“) zählen zu den früheren Preisträgern.

dpa

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