Parade von Banalitäten

- Sprichwörtliche Banalitäten. Mädchen sind halt so, finden ihren Hintern immer zu dick. Fahren holpernd Auto. Und wollen ständig hören, dass er sie liebt. Wer immer noch über die ewige Wiederholung derartiger Klischees lachen kann, sollte sich den Film "Soloalbum" anschauen. Sie verlässt ihn, weil er ständig fremdgeht - Jungs sind halt so -, und da merkt er plötzlich, dass er doch nur sie liebt. Und am Ende wird er ihr das dann auch sagen. Auch der liebenswerte kleine Idiot darf nicht fehlen: uncool, bebrillt und bisher ohne Erfahrung mit Frauen.

<P>"Frei nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre" nennt Gregor Schnitzler seinen Film. Von der Buch-Ausrichtung auf Konsens konnte oder wollte er sich nicht befreien. </P><P>Alles ist so, wie im Fernsehen. Jede Pointe des Films kennt man aus einer der vielen Comedy-Sendungen. Matthias Schweighöfer, der den Ben spielt, Nora Tschirner und all die anderen sind wohl talentierte Schauspieler, aber der Film fordert sie nicht, weil er nicht mehr sein will, als eine groß angelegte Parade ausgelaugter Redewendungen. </P><P>Und wie bei jedem Sprichwort: Natürlich berührt es eine Wahrheit, tatsächlich aber entlarvt es nur des Sprechers Mangel an eigenen Worten.</P><P> (In München: Marmorhaus, Maxx, Karlstor.)<BR></P><P>"Soloalbum"<BR>mit mit Matthias Schweighöfer, Nora Tschirner, Oliver Wnuk<BR>Regie: Gregor Schnitzler<BR>Unerträglich <BR></P>

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