Präsenz zeigen

- Venedig goes Hollywood: In seinem zweiten Jahr als Leiter des Filmfestivals holt Moritz de Hadeln Hollywood-Größen an den Lido: Robert Benton mit seiner Philip-Roth-Verfilmung "Der menschliche Makel", die Brüder Joel und Ethan Coen mit ihrem verschlungenen Thriller "Intolerable Cruelty" und Robert Rodriguez mit "Once upon a Time in Mexico".

<P>Große Filme mit Weltstars wie Nicole Kidman, Anthony Hopkins, George Clooney, Catherine Zeta-Jones, Johnny Depp und Mickey Rourke. Zur Eröffnung am Mittwochabend zeigt sogar Woody Allen bei der Weltpremiere seines Films "Anything Else" mit Christina Ricci, Jason Biggs und Danny De Vito Präsenz.<BR><BR>Um dem Festival, das einst eine Hochburg des Autorenkinos war, in seiner 60. Ausgabe nicht ganz seinen Charakter zu rauben, starten die Hollywood-Größen jedoch außerhalb der Konkurrenz. "Die Amerikaner haben Angst, am Wettbewerb teilzunehmen", meint de Hadeln, doch das ist nur die halbe Wahrheit: "Der Goldene Löwe ist nichts mehr wert." Die Ursache dafür sieht de Hadeln in der Auswahl der Filme: Statt Mitreißendem lief "Abgehobenes" im Wettbewerb, das Festival ging am Publikum vorbei. In der Kehrtwende zum Mainstream soll die Lösung liegen.<BR><BR>Die 20 Wettbewerbsfilme stehen aber ganz im Zeichen Europas. Margarethe von Trotta erzählt in ihrem neuen Werk "Rosenstraße" mit Katja Riemann und Maria Schrader von einem Frauenaufstand in Berlin während des Zweiten Weltkrieges. "Ich komme nach Hause", freute sich die Regisseurin, die 1981 mit "Die bleierne Zeit" den Goldenen Löwen gewonnen hatte. Als Highlight gilt schon jetzt "Imagining Argentina" von Christopher Hampton mit Antonio Banderas und Emma Thompson, eine Geschichte aus der Zeit der Junta in Buenos Aires. </P><P>Michael Winterbottom, der in Berlin einen Goldenen Bären gewann, zeigt in "Code 46" eine Liebesbeziehung zwischen einem Mann und dem Klon seiner Mutter. Portugals Altmeister Manoel de Oliveira tritt mit "Un filme falado" mit John Malkovich an.<BR>Außerhalb der Konkurrenz laufen "Le Divorce" von James Ivory und "The Dreamers" von Bernardo Bertolucci. Der Franzose Franç¸ois Dupeyron zeigt "Monsieur Ibrahim et les Fleurs du Coran", eine Geschichte über das Verhältnis eines jungen Juden zu einem alten arabischen Gemüsehändler in Paris nach dem Roman von Eric-Emmanuel Schmitt. Hauptdarsteller Omar Sharif ("Doktor Schiwago") erhält den Goldenen Löwen für sein Gesamtwerk.<BR></P>

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