Premiere von "Bully" Herbigs "Lissi und der wilde Kaiser"

München - In seinem neuen Film leiht Michael "Bully" Herbig zwar Kaiserin Lissi seine Stimme, ein Frauenversteher meint er danach aber nicht geworden zu sein.

"Oh nein, das ist eine Lebensaufgabe, da gehört eine Menge Ausdauer dazu", klagte der Schauspieler und Regisseur bei der Premiere von "Lissi und der wilde Kaiser" am Donnerstagabend in München. Eine Frau wolle er nach dieser Erfahrung nicht sein: "Ich fühle mich in meinem Körper sehr wohl. Obwohl ich Frauen natürlich sehr schätze", sagte Herbig. Besonders humorvolle Frauen hätten es ihm angetan. "Lachen ist sehr sexy!".

Nach "Der Schuh des Manitu" und "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" hat sich Herbig mit seinem etwas anderen Remake der Sissi-Streifen erstmals an einen 3D-Animationsfilm gewagt. "Aus ästhetischen Gründen war das der richtige Weg, die Lissi nicht selbst zu spielen", erklärte der 39-Jährige. Christian Tramitz, der den Kaiser Franz spricht, zeigte sich erleichtert, dass er so den Liebesszenen mit Herbig entgehen konnte. "Schon als wir die Sketche in der Bullyparade gespielt haben, haben wir es tunlichst vermieden, uns zu nahe zu kommen", erzählte er. Außerdem habe das Kleid, das Herbig in den Sketchen für die Fernsehsendung trug, 25 Kilo gewogen, was schwer einen ganzen Film zu ertragen gewesen wäre.

Die Idee zu einem Animationsfilm schlummerte bereits lange in Herbig. "Schon mein erster Film sollte ein Zeichentrick werden", schilderte der Münchner. "Als ich zehn war, habe ich angefangen zu zeichnen. Bis ich dann feststellte, dass man für eine Sekunde Film 24 Bilder braucht und mir irgendwann die Stifte ausgegangen sind."

Zur Premiere, die standesgemäß in der Münchner Residenz stattfand, spazierte untermalt von den Walzer-Klängen eines Streichorchesters reichlich Prominenz über den roten Teppich. Ob Showmaster Thomas Gottschalk, Bergsteiger Reinhold Messner, Entertainer Stefan Raab, Ex-Fußballprofi Paul Breitner oder Schauspieler Sky Dumont - sie alle waren da. Den größten Auftritt hatte dennoch Herbig selbst: Er fuhr standesgemäß in einem Fiaker mit zwei weißen Schimmeln vor.

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