Der Quell des Lebens

- "Ehrgeizig" und "ambitioniert" nennt man solche Filme gerne. "Viel gewagt, nicht gewonnen" würde auch zutreffen, wenn man Darren Aronofskys Werk "The Fountain" bewerten möchte.

Dass er zu den innovativsten und spektakulärsten Filmemachern der amerikanischen Independent-Szene gehört, bewies er mit "Pi" oder "Requiem for a Dream". Mut zum Experiment und unbändige kreative Energie zeichneten bereits diese ersten Arbeiten aus, aber auch ein Hang zum Philosophischen.

Wie leicht die Frage nach dem Sein des Menschen jedoch ins Trüb-Esoterische abgleiten kann, zeigt "The Fountain" auf tragische Weise: Drei Zeitstränge und drei Paare verschachtelt Aronofsky ineinander, jeweils dargestellt von Rachel Weisz und Hugh Jackman. Der spanische Konquistador Tomas forscht im südamerikanischen Dschungel nach dem Quell des ewigen Lebens. Nichts anderes beschäftigt in der Gegenwart den Mediziner Tommy. Er sucht nach einem Mittel gegen Krebs, während im Kopf seiner Frau ein tödlicher Tumor wuchert.

In der 500 Jahre entfernten Zukunft wiederum presst ein Mann den Saft des ewigen Lebens aus einer Baumrinde. Aronofsky verbindet seine Zeitebenen geschickt, insgesamt ist "The Fountain" stilistisch exzellent gefertigt.

Doch das verschwurbelte Drehbuch stößt nicht nur wichtige Fragen an, sondern wirft auch arg viele Verständnisfragen auf.

Ab morgen in München: Monopol, Cinema i.O.

"The Fountain"

mit Hugh Jackman, Rachel Weisz

Regie: Darren Aronofsky

Annehmbar ***

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