Am Rand der Galaxie

- Wir schreiben das Jahr 2507: Die ganze Galaxie ist von den Kräften der "Allianz" besetzt. Nur ein kleines Raumschiff mit einer fünfköpfigen Mannschaft leistet Widerstand. Anstatt sich zu unterwerfen, betätigen sich die Ex-Rebellen lieber als Schmuggler an den Rändern des Universums. Doch wenn dann im Science-Fiction-Thriller "Serenity" zwei Passagiere an Bord kommen, ist plötzlich das ganze Imperium hinter den Weltraum-Desperados her.

Der Film basiert auf der US-Fernsehserie "Firefly", die wegen kommerzieller Erfolglosigkeit abgesetzt wurde. Dennoch war die Serie bei Science-Fiction-Anhängern ein Hit. Also durfte Debütregisseur Joss Whedon mit der gleichen Besetzung noch mal die Geschichte verfilmen. Nach immer aufgeblähterem Hollywood-Pomp à` la "Star Wars 4" könnte das promi- und pathosfreie "Serenity"-Abenteuer ein Indiz dafür sein, dass das Publikum humorloses Zeug satt hat. Die abgebrühte Besatzung des Raumschiffs "Serenity" ist jedenfalls gelebtes Anti-Establishment - und die "Allianz" kein Ehrfurcht gebietendes, wohltätiges Imperium, sondern ein Big-Brother-Konglomerat mit zu vielen Leichen im Keller.

Deshalb macht die "Allianz" Jagd auf das medial begabte Mädchen River, das mit seinem Bruder Simon im "Serenity" Unterschlupf gefunden hat. River (Summer Glau) ahnt nicht, dass sie eine Datenträgerin der "Allianz" ist und in ihrem Hirn Informationen gespeichert sind. Das führt aber dazu, dass das seltsam tranige Mädchen gelegentlich zur unfreiwilligen Kampfmaschine mutiert. Ärger gibt es auch mit den "Reavers", den durchgeknallten Kannibalen der Galaxie. Und überdies macht dem barschen "Serenity"-Kapitän Mal insgeheim eine missglückte Beziehungskiste zu schaffen.

Das rostige Second-Hand-Raumschiff scheppert nach feindlichem Beschuss zwar zum Gotterbarmen, doch die Verfolgungsjagden sind rasant inszeniert. Und der fehlende Glamour wird mehr als wettgemacht gemacht von selbstironischen Dialogen. (In München: Mathäser, Marmorhaus, Autokino, Maxx, Cinema und Museum.)

"Serenity"

mit Nathan Fillion, Morena

Baccarin, Summer Glau

Regie: Joss Whedon

Sehenswert

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