Gourmet-Komödie mit Bradley Cooper und Daniel Brühl

Vorgeschmack auf "Im Rausch der Sterne"

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Regisseur John Wells rührt in der Gourmet-Komödie "Im Rausch der Sterne" lediglich einen süßlichen Brei an. Einen Vorgeschmack gibt es im Kino-Trailer.

Adam Jones (Bradley Cooper) ist erfolgreicher Sterne-Koch. In Paris konnte ihm niemand das Wasser reichen – bis er sich seine Karriere durch Alkohol und Drogen zerstörte. Das ist die Vorgeschichte zu „Im Rausch der Sterne“, und Regisseur John Wells wird nicht müde, sie immer wieder zu erwähnen. Vermutlich, weil sie das Interessanteste an der Figur darstellt. Nun ist Mr. Jones aus dem Sumpf bewusstseinserweiternder Substanzen wieder aufgetaucht, und sein alter Kumpel Tony (Daniel Brühl) gibt ihm eine zweite Chance. Adam soll das Restaurant in Tonys Londoner Nobelhotel führen. Natürlich faselt der größenwahnsinnige Küchenchef sofort wieder vom „dritten Stern“, den er nun unbedingt erringen will.

Vom ersten Auftritt der äußerst blonden und ebenso meinungsstarken Sous-Chefin Helene (Sienna Miller) an weiß man, dass auch in diesem Film über Köche und Küche wieder einmal nicht das Geheimnis des guten Geschmacks gelüftet wird, sondern Haute Cuisine, Liebesgeflüster und Küchenpsychologie zum süßlichen Brei verrührt werden. Das Drehbuch ist viel zu simpel, um auch nur einen Augenblick Spannung zu erzeugen. Die Charaktere sind erschütternd eindimensional, alle schreien sich an und werfen Kochutensilien nach einander. Da sehnt man sich nach „Bella Martha“ mit der von Martina Gedeck so fein gezeichneten, ähnlich übellaunigen Titelheldin. Allein dem inzwischen immer großartigen Daniel Brühl gelingt es, in den kurzen Auftritten, die man ihm zugestand, das ganze Drama seiner Figur zu entfalten: das Vatersöhnchen, den Versager und die ewig schmerzende, vergebliche Liebe zu Schulfreund Adam.

„Im Rausch der Sterne“

mit Bradley Cooper, Daniel Brühl

Regie: John Wells

Laufzeit: 101 Minuten

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Rezept zum Verlieben“ mochten.

Rubriklistenbild: © Alex Bailey/Wildbunch Germany GmbH/dpa

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