Regisseur Anthony Minghella verstorben

London - Der englische Oscarpreisträger und Regisseur Anthony Minghella ist überraschend mit 54 Jahren gestorben. Das teilte seine Agentin am Dienstag mit, ohne eine Todesursache zu nennen.

Sein Ableben habe die Familie "hart getroffen", sagten Nachbarn der Minghellas in Ryde auf der Isle of Wight Reportern. Die Familie selbst wollte sich zunächst nicht äußern.

Minghella hatte für das 1996 gedrehte Filmdrama "Der englische Patient" den Oscar als bester Regisseur bekommen. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michael Ondaatje um die Liebesgeschichte eines ungarischen Grafen, dessen Flugzeug im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen über der nordafrikanischen Wüste abgeschossen wurde, und einer verheirateten Engländerin wurde bei der Oscar-Vergabe 1997 insgesamt mit neun Trophäen ausgezeichnet.

Zu den herausragenden Werken des Sohns italienischer Eltern gehört auch der Film "Der talentierte Mr. Ripley", für den der Regisseur auch das Drehbuch schrieb. Dass Minghella viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde, zeigt auch die umfangreiche Liste seiner geplanten oder bereits begonnenen Filmprojekte. So war er an dem Film "Der Vorleser" nach dem gleichnamigen Roman von Bernhard Schlink, der derzeit noch gedreht wird, als einer der Produzenten beteiligt. Zudem war er im Gespräch für eine Hollywood-Neuverfilmung des Oscar-gekrönten deutschen Stasi-Films "Das Leben der Anderen".

dpa

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