Reiselustiger Hase

- Es ist unmöglich nachzuvollziehen, wie es Bilderbuch-Figuren wie der Hase Felix schaffen, in jedes Kinderzimmer einzudringen. Oft ohne Wissen oder Zutun der Eltern taucht plötzlich der Hase mit seinem bunten Koffer auf und übt seine Herrschaft aus. Die Eltern müssen dann Stofftiere, Bücher, Hörspiele und vieles mehr kaufen, wenn sie auf eine friedliche Koexistenz mit ihrem Nachwuchs Wert legen.

Seit vergangenem Jahr gibt es den Hasen Felix auch als Leinwandhelden, und zwar derart erfolgreich, dass nun schon der zweite Teil ins Kino kommt. In "Felix 2 - Der kleine Hase und die verflixte Zeitmaschine" wird das immer gleiche Prinzip variiert. Felix, der in allerlei exotische Länder kommt und darüber in Briefen berichtet, wird durch ein Versehen zum Zeitreisenden. Er schildert, wie das Leben in vergangenen Epochen so war. Gemeinsam mit einem Mammut und einer Schildkröte geht es in die Steinzeit, zu den alten Ägyptern, ins Mittelalter, zu den Wikingern und zu den Indianern. Nebenbei soll so den Kleinsten Wissen vermittelt werden.

Das ist an sich eine schöne Idee und ein ehrenwertes Anliegen. Nur verstört die mitunter wirklich lausig zu nennende Umsetzung. Lieblose Zeichnungen, mangelhafte Animationstechnik und eine dröge Dramaturgie machen den Film für kleine Fans zu einem begrenzten Vergnügen und für Erwachsene zu einer Tortur. Schade, auch weil sich die Sprecher wie Hans Werner Olm, Christiane Paul und Barbara Rudnik wirklich Mühe gegeben haben.

(In München: Mathäser, Marmorhaus, Maxx, Royal, Gabriel, Eldorado, Rio, Museumslichtspiele, Kino Solln.)

"Felix 2 - Der kleine Hase und die verflixte Zeitmaschine"

Regie: Giuseppe Maurizio Laganà

Erträglich

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