Kinderbuch-Adaption

„Rico, Oskar und das Herzgebreche“: Originelle Action

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Die Kinderbuch-Adaption „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ bietet mehr Tempo als der erste Teil.

Im vergangenen Sommer gab es ein neues deutsches Kinotraumpaar: Rico und Oskar. Den mutigen und nicht immer „tiefbegabten“ Rico Doretti (Anton Petzold) und seinen besten Freund, den überängstlichen, hochbegabten Oskar (Juri Winkler) mit seinem Sturzhelm hatte sich Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel vor sechs Jahren ausgedacht. Mittlerweile gibt es drei Bücher mit Abenteuern der pfiffigen Berliner Buben.

Mit „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ liegt jetzt die zweite Kinoadaption vor. Eine dritte, nach dem Buch „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“, befindet sich in Produktion.

Zwar besitzt „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ nicht mehr ganz so viel Charme wie der erste Film von Neele Leana Vollmar. Doch das muss gar nicht an der anderen Herangehensweise von Wolfgang Groos liegen, der diese zweite Variante inszeniert hat und mit „Vorstadtkrokodile 3“ oder „Die Vampirschwestern“ ebenfalls schon gelungene Kinderfilme vorweisen kann. Die sind wesentlich actionreicher – und deutlich mehr Action steckt auch in „Rico, Oskar und das Herzgebreche“: Diese wird jedoch originell und kindgerecht gebrochen. Lange gab es keine lustigere Verfolgungsjagd als jene, in der Rico und Oskar im Mercedes-Oldtimer von Herrn van Scherten (Henry Hübchen) der hinterhältigen Ellie (Katharina Thalbach) und ihrem bekloppten Sohn (Moritz Bleibtreu) nachspionieren. Die feine Ironie, die Steinhöfels Bücher grundiert und die sich auch in Vollmars Auftakt erkennbar spiegelt, fehlt aber leider. Trotzdem macht der Film großen Spaß – garantiert nicht nur den Kindern.

von Ulrike Frick

„Rico, Oskar und das Herzgebreche“

mit Anton Petzold, Juri Winkler Regie: Wolfgang Groos

Laufzeit: 95 Minuten

In München: Mathäser, Cinemaxx, Leopold, Kino Solln.

Rubriklistenbild: © Foto: twentieth century Fox

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