Robert Redford eröffnet Sundance Filmfestival

San Francisco - Robert Redford hat am Donnerstagabend (Ortszeit) in dem Wintersportort Park City (Utah) das Sundance Filmfestival eröffnet.

Vor der Premiere des Films "Brügge sehen ... und sterben?" pries der Hollywoodstar Künstler als "die wahren Vermittler von Veränderung". Er habe es satt, dass Politiker stets über Veränderung versprechen. "Sie (die Künstler) zeigen auf, was um uns herum in der Welt passiert."

Der 71 Jahre alte Regisseur und Schauspieler, der das inzwischen größte Festival des unabhängigen Films 1981 gründete, begrüßte den hohen Anteil von Regie-Neulingen in diesem Jahr. 58 der 121 gezeigten Spielfilme sind das Erstlingswerk von Filmemachern. Mit der schwarzhumorigen Kriminalkomödie "Brügge sehen ... und sterben?" gab der irische Dramatiker Martin McDonagh sein Spielfilmdebüt. Der Star des Films, Colin Farrell, war zur Premiere in den verschneiten Ort gereist. Bruce Willis, Tom Hanks, Sienna Miller, Ben Kingsley und Charlize Theron und viele andere Stars stellen ebenfalls ihre "Indie"-Produktionen vor.

Neben zahlreichen Uraufführungen treten in den nächsten zehn Tagen in vier Kategorien jeweils 16 Filme im Wettbewerb gegeneinander an. Auch Deutschland ist mit mehreren Produktionen vor Ort. In der Spielfilmsparte "World Cinema" für ausländische Filme wetteifern unter anderem Regisseur Veit Helmer mit der skurrilen Liebeskomödie "Absurdistan" und Dennis Gansel mit dem Drama "Die Welle" über ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. In der Wettbewerbssparte "World Cinema"-Dokumentarfilme geht Alexandra Westmeier mit dem Streifen "Allein in vier Wänden" über ein Jugendgefängnis im ländlichen Russland ins Rennen. 

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