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Als Frau erfolgreich beim Film: Alexandra alias Alexander Honk (Matthias Schweighöfer).

"Rubbeldiekatz": Humor von der Stange

München - Regisseur Detlev Buck versucht sich mit "Rubbeldiekatz" an einer „Tootsie“-Variante. Ób sich der Kinobesuch lohnt, lesen Sie in unserer Filmkritik:

Der kann doch auch anders. Warum nur kam es dann dazu, dass Regisseur Detlev Buck mit „Rubbeldiekatz“ so deutlich unter seinem üblichen Niveau spielt? Es spricht absolut nichts dagegen, einen großartigen Hollywood-Film wie Sydney Pollacks „Tootsie“ fürs deutsche Publikum zu adaptieren. Schließlich sind seitdem knapp dreißig Jahre vorbei, Pollack ist tot, und Dustin Hoffman spielt sogar schon bei drögem Kunsthandwerk wie „Das Parfum“ mit. Außerdem besitzt Detlev Buck genügend Anarchie, um einen launig-frechen Plot in eine wirklich griffige, pointierte und ordentlich böse Komödie zu verwandeln.

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Um endlich wieder eine passabel bezahlte Rolle zu ergattern, gibt sich der erfolglose Schauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) als Alexandra Honk aus und darf sofort in einer großen US-Produktion mitspielen – natürlich wird in Berlin ein Nazi-Film gedreht. Der Regisseur ist eine Kreuzung aus Soderbergh und Tarantino und durchweg damit beschäftigt, alle zu tyrannisieren. Zu allem Überfluss verknallt sich Alexander auch noch in seine Kollegin Sarah (Alexandra Maria Lara), die in ihm aber nur die neue beste Freundin Alexandra sieht.

Der junge Schweighöfer macht seine Sache gut. Ist aber noch lange kein junger Hoffman. Und wie viel die beiden voneinander trennt, zeigt sich in unangenehm zahlreichen Szenen dieser Komödie. Weitaus ärgerlicher, weil unangebrachter, sind aber die steten und meistens gar nicht lustigen Seitenhiebe aufs Hollywood-Kino, die sich Drehbuchautorin Anika Decker so einfallen ließ. Der gemeine US-Regisseur ist ein halbdebiler Despot, der Rest der Crew deshalb oder ohnehin reif für die Klapse. Man mag gar nicht darüber nachdenken müssen, was alles aus der Geschichte hätte werden können, wenn Buck das Drehbuch alleine geschrieben und mehr von seinem feinen, lakonischen Witz eingeflossen wäre.

Decker, Til Schweigers Stamm-Drehbuchautorin, hat aus „Rubbeldiekatz“ einfach nur einen „Keinohrhasenzweiohrküken“-Abklatsch gemacht, mit dem identischen Humor von der Stange.

Ulricke Frick

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