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Szene aus dem Film "Kind 44".

"Geschichtsfälschung

Russland verbietet Ausstrahlung von Film "Kind 44"

Moskau - Weil historische Fakten verzerrt werden würden, hat das russische Kultusministerium die Ausstrahlung des Thrillers "Kind 44" untersagt.

Russland hat am Mittwoch die Ausstrahlung des Hollywood-Thrillers "Kind 44" wegen angeblicher Geschichtsfälschung untersagt. Es gebe Bedenken hinsichtlich des Inhalts, "insbesondere hinsichtlich der Verzerrung historischer Fakten und der eigentümlichen Darstellung von Ereignissen vor, während und nach" dem Zweiten Weltkrieg, teilte das russische Kulturministerium am Mittwoch mit. Der Film erzählt die Geschichte eines Serienmörders in der Stalin-Ära, der es auf Kinder abgesehen hat. Ursprünglich sollte der Film am Donnerstag in russischen Kinos anlaufen.

Der Film, der auf dem gleichnamigen Roman des britischen Schriftstellers Tom Rob Smith basiert, spielt im Jahr 1952. Ein eigenbrötlerischer Kommissar verfolgt darin den Serienmörder. Im Weg steht ihm dabei die allgemeine Auffassung, dass solche Morde in der Sowjetunion schlicht nicht möglich sind.

Das russische Kulturministerium kritisierte auch die Darstellung russischer Bürger in der Stalin-Ära als fragwürdig. Überdies sei eine Ausstrahlung vor den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland "inakzeptabel", hieß es. In der staatlich finanzierten Zeitung "Kultura", deren Herausgeber dem Kunstausschuss von Russlands Staatschef Wladimir Putin angehört, wurde der Film ebenfalls scharf kritisiert. Dort war von "Lügen" und "Widerwärtigkeit" die Rede.

AFP

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