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Sadistisches Vergnügen des Regisseurs

- Der palästinensische Regisseur Elia Suleiman über "Göttliche Intervention"

<P>Kann Ihr Film in Palästina und Israel gezeigt werden?<BR><BR>Suleiman: Er läuft mit Erfolg in Ramallah und Gaza. Auch in Israel wird er gezeigt, aber nur in wenigen Kinos in großen Städten. Dort gibt es viele Stimmen gegen den Film. Für Zensur sind die Israelis zu intelligent. In Tel Aviv herrscht ja keine Junta. Solche Dinge funktionieren anders.<BR><BR>Sie konnten unbeeinträchtigt in Israel drehen?<BR><BR>Suleiman: Wir haben in Nazareth gedreht, in Haifa, in Jerusalem. Nur zwei Szenen, in denen ein israelischer Panzer in die Luft fliegt, mussten wir in Frankreich drehen. Die Darsteller der Grenzkontrolleure sind alle Ex-Soldaten.<BR><BR>Es heißt, das sei Ihre Bedingung gewesen.<BR><BR>Suleiman: Fast alle israelischen Männer müssen zur Armee. Beim Casting habe ich gebeten zu erzählen, was die Ex-Soldaten dort getan haben. Ich hatte sadistisches Vergnügen daran, sie in der Situation zu erleben. Sie mussten ihre "Erfahrung" dokumentieren, um die Rolle zu kriegen, und wussten: Der Regisseur ist einer derjenigen, die ihre Opfer waren.</P><P>Das Gespräch führte Rüdiger Suchsland</P>

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