Schleckermäuler

- Auf einer pinkfarbenen Drachengondel aus Zuckerguss geleitet der exzentrische Besitzer einer Schokoladenfabrik (Johnny Depp) seine Besucher durch sein knallbuntes Reich. Mit dem turbulenten, schwarzhumorigen Fantasy-Abenteuer "Charlie und die Schokoladenfabrik" bringt der amerikanische Regisseur Tim Burton jetzt den 1964 erschienenen Kinderbuchklassiker von Roald Dahl auf die Kinoleinwand: farbenfroh, fantasievoll, fantastisch. Bei dem vergnüglichen, aufwendigen Kino-Spektakel - ein Remake des 1971er-Films - war Felicity Dahl als Produzentin mit von der Partie.

Im Mittelpunkt dieses zeitlosen Märchens steht ein Bub (Freddie Highmore) aus ärmlichen Verhältnissen, der davon träumt, einmal diese Fabrik zu besuchen. Sämtliche Arbeiter, darunter auch sein Großvater (David Kelly), wurden vor 15 Jahren entlassen, dennoch werden dort wie von Zauberhand gigantische Mengen von Schokolade produziert. Fünf Kinder will der zurückgezogen lebende Fabrikboss in sein Geheimnis einweihen. Zu diesem Zweck versteckt er in den Millionen von Schokoladentafeln, die weltweit ausgeliefert werden, fünf goldene Eintrittskarten. Zu den ersten Gewinnern zählen ein naschsüchtiger Deutscher (Philip Wiegratz), die amerikanische Weltmeisterin im Kaugummikauen (Anna Sophia Robb), ein verzogener Fratz (Julia Winter) sowie ein Videospiel-süchtiger Junge (Jordan Fry).

Burton schuf mit visueller Wucht ein Wunderland, in dem die allzu gierigen Kinder einige bitterböse Überraschungen erleben. Auf dieser Odyssee wird allerdings nicht nur den Kleinen mit geballter Ironie eine Lektion für das Leben erteilt, sondern auch dem scheuen Schokoladen-Produzenten eine ganz neue Wertschätzung vermittelt. Die rasant inszenierte Handlung, der Burton einige unvorhersehbare Wendungen verleiht, ist zur Freude von Cineasten mit originellen Zitaten aus Stanley Kubricks "2001" gespickt.

(In München; Mathäser, Marmorhaus, Maxx, Royal, Cinema i.O., Museum.)

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