Schüler in Not

- Eine Radio-Show des dänischen Komikers Anders Matthesen um die Nöte des chaotische Teenagers Terkel hatte so viel Erfolg, dass man beschloss, eine Kinoversion zu drehen. So entstand der erste dänische 3-D-Animationsfilm "Terkel in Trouble". Nur: Ob die Welt darauf gewartet hat? Als respektlose Satire angekündigt, entpuppt sich der Trickfilm als Klamotte, die in vorpubertärem Humor schwelgt.

Die Geschichte kreist um den Siebtklässler Terkel,der in seiner Schule von zwei Rowdys gemobbt wird. Eines Tages taucht ein Drohbrief auf, in dem Terkels Tod angekündigt wird. Am Ende kommt wirklich ein irrer Mörder, und Terkel muss um sein Leben kämpfen. Frech und bewusst geschmacklos ist hier vieles. Es wird gestorben, Blut spritzt, und Gabeln landen in Kinderaugen. Kein befreiendes Gelächter will sich da einstellen, eher Erstaunen über die Chuzpe der Produzenten, die ernsthaft glauben, auf diese Weise Aufmerksamkeit erregen zu können.

Das Vorbild ist die legendäre US-Zeichentrickserie "South Park", in der es ähnlich rabiat zugeht. Aber während dort tatsächlich gnadenlos Tabus gebrochen werden, dümpelt "Terkel in Trouble" belanglos vor sich hin. Irgendwie spürt man das Unbehagen über die geschmacklosen Witze und das Bestreben, eine Art versöhnliche Botschaft zu transportieren.

Am schlimmsten ist der Versuch, anarchischen Witz mit kommerziellem Potenzial zu paaren. Immer mal wieder gibt es musikalische Einlagen der fürchterlichsten Art, und die anbiedernde Jugendsprache raubt auch wohlmeinenden Menschen en letzten Nerv. Da trösten selbst ambitionierte Anspielungen auf Filmklassiker wie "Sieben" oder "Shining" nicht mehr.

Anerkennenswert ist einzig die Mühe des Ärzte-Trommlers Bela B., der im Alleingang gekonnt alle Figuren synchronisiert hat. Für einen unterhaltsamen Kinoabend ist das zu wenig.

(In München: City.)

"Terkel in Trouble"

Regie: Stefan Fjeldmark, Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen

Unerträglich

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