Schwebendes Liebesglück zweier Mädchen

- Es ist einer jener heißen Sommer, in denen sich kein Lüftchen regt und auch das Getriebe der Welt eine Pause einzulegen scheint: Zeit für die Liebe, Zeit fürs Spielen. Der Film "My Summer of Love" erzählt die Liebesgeschichte zweier Mädchen aus unterschiedlichen Milieus, die einen Sommer lang so tun, als würde ihnen die Welt allein gehören.

Dass dieser Pubertäts-Film zum besten britischen Film des Jahres 2004 gekürt wurde, liegt aber nicht nur am idyllischen Schauplatz. Von Anfang an wird man in den Bann dieser eigenwilligen Geschichte gezogen, die wie ein Märchen beginnt und stets den Keim eines Albtraums in sich trägt.

Mona liegt dösend im Gras, als sie von einer Dunkelhaarigen hoch zu Pferde, aufgestört wird. Tamsin, eine höhere Tochter, ist mal wieder vom Internat geworfen worden und weiß nicht wohin mit ihrer Energie.

Schön, wie der Regisseur - auch mit Hilfe des Elektropop-Soundtracks der Brit-Band Goldfrapp - die Stimmungsbilder zu inszenieren weiß. Seine beiden starken Darstellerinnen, von denen die rothaarige, sommersprossige Natalie Press als Mona eine absolute Newcomerin ist, bringen die Leinwand zum Knistern: ein Treibhaus der Emotionen mit einem Duo infernale, das unweigerlich ausflippt.

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"My Summer of Love"mit Natalie Press, Emily BluntRegie: Pawel PawlikowskiHervorragend

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