Seelenlose Dutzendware

"The Hills Have Eyes 2": - Man könnte einmal darüber nachdenken, weshalb Hollywood für Neuauflagen von Horrorklassikern fast schon zwanghaft deutsche Regisseure rekrutiert. Aber das wäre letztlich der Mühe nicht wert, denn auch die Resultate sind samt und sonders belanglos.

"The Hills Have Eyes 2", den Martin Weisz inszenieren durfte, erweist sich als seelenlose Dutzendware, die höchstens wegen besonders kruder Gewaltszenen auffällt. War die Vorlage "The Hills Have Eyes" aus den 70er-Jahren noch von subversiver Gesellschaftskritik und grimmigem Humor gekennzeichnet und die Neuverfilmung immerhin stilistisch interessant, ist die Fortsetzung des Remakes eine willkürliche Abfolge von Schockeffekten.

Die Handlung, wenn man das so nennen möchte, ist platt. Junge Nationalgardisten üben in einer Wüste. Dort hausen - Folge von Atomtests - blutrünstige Mutanten. Der Rest ist schematisches Abspulen von Horrorklischees.

Für Weisz kein glücklicher Karrierebeginn. Sein Debüt "Rohtenburg" über den sogenannten Kannibalen von Rotenburg, durfte trotz guter Kritiken nicht in Kinos gezeigt werden - aus rechtlichen Gründen. Sein zweiter Film "The Hills Have Eyes" wird gezeigt, ist aber kein Ruhmesblatt.

(Ab 29. März in München: Mathäser.)

"The Hills Have Eyes 2"

mit Michael McMillan

Regie: Martin Weisz

Unerträglich

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