Sicherheit geht vor

- George Clooney als Regisseur, Terry Gilliam mit einem Streifen über Grimms Märchen, dazu jede Menge Stars wie Kate Winslet, Anthony Hopkins und Gwyneth Paltrow: An großen Namen mangelt es beim Filmfestival von Venedig (heute bis 10.9.) nicht. Festivaldirektor Marco Müller hat ganz andere Sorgen: Sicherheit. Bislang ging es am Lido leger zu, doch mittlerweile zählt Italien zu den Ländern im Visier der Terroristen. Wenn das Spektakel mit dem Schwertkämpfer-Film "Seven Swords" von Tsui Hark beginnt, müssen Ehrengäste und Journalisten Kontrollen wie an Flughäfen über sich ergehen lassen.

19 Filme kämpfen um den Goldenen Löwen, ein Deutscher ist diesmal nicht im Rennen. Dafür ist in Orizzonti Werner Herzogs "The Wild Blue Yonder" zu sehen und "Die Große Stille" von Philip Gröning. Hollywood und Goldener Löwe - das geht meist nicht gut. George Clooney, der immer häufiger in seinem Haus am Comer See residiert, hat diesmal vielleicht Glück: "Goodnight and Good Luck" verspricht einigermaßen "Amerika-kritisch" auszufallen. Weitere Anwärter auf den Löwen: John Turturros "Romance and Cigarettes", Märchenerzähler Gilliam und John Madden mit "Proof". Als Mitfavorit gilt Patrice Ché´reau mit "Gabrielle". Mit Spannung wird die britisch-kenianisch-deutsche Koproduktion "The Constant Gardener" von Fernando Meirelles erwartet, die Verfilmung von John Le Carré´s "Der ewige Gärtner".

Außerhalb des Wettbewerbs treten Steven Soderbergh an mit "Bubble", Lasse Hallström mit "Casanova" und Cameron Crowe mit "Elizabethtown". Große Namen, große Erwartungen. Doch was Festivalleiter Müller am meisten fürchtet, sind peinliche Verspätungen wegen der neuen Sicherheitskontrollen.

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