Sinfonie der Natur

- In ihrem zweiten Kinofilm widmen sich die französischen Dokumentaristen Marie Pérennou und Claude Nuridsany dem Mythos der Schöpfung. Verglichen mit ihrem grandiosen Erstling "Mikrokosmos", der das Leben auf einer Wiese beobachtete, geht es hier also ums Ganze: Wie entstand die Welt? Wie kam Leben auf die Erde? Dies sind die zentralen Fragen dieser philosophisch angehauchten und gar nicht sehr naturwissenschaftlich-exakt erklärenden Doku-Sinfonie.

<P>Ein afrikanischer Schamane (Sotigui Kouyaté) führt als weiser Erzähler durch die lose miteinander verbundenen Episoden der Schöpfungsgeschichte. In der bilderreichen Sprache afrikanischer Stämme fasst er die Genesis zusammen, kombiniert mit Mythen und Märchen und viel Humor. Das französische Regie-Duo suchte dazu die schönsten, farbenprächtigsten und beeindruckendsten Bilder, die in der Natur existieren. </P><P>Psychedelische Farbspiele und Apfelmännchen verschwimmen ineinander, bunt gefärbte Zellen häufen sich an, im Wasser schwappende Quallen changieren in sämtlichen Regenbogenfarben, Fische in allen erdenklichen Schattierungen schwimmen gleichförmig dahin. Unterstützt von einem exzellenten Tonmeister haben Pérennou und Nuridsany ein Kaleidoskop an Schönheiten der Natur zusammengetragen. Es entstand ein faszinierender Bilderreigen von gewaltiger poetischer Kraft. Scheinbar nebenbei erklärt sich auch noch die Entstehung des Lebens - zwar nicht ganz gemäß eines Biologiebuches, aber allemal amüsant und erhellend. </P><P>"Genesis"<BR>Regie: Claude Nuridsany,<BR>Marie Pérennou<BR>Sehenswert <BR></P>

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