Spuk-Märchen

- Das unheimliche Haus war seit 50 Jahren unbewohnt und liegt direkt am Friedhof. Doch scheint es wie geschaffen für die Zwillinge Emma und Tom, die hier mit ihrer Mutter einziehen. Alles darin gibt es doppelt, und es hat sogar zwei gleiche Türme. Kein Wunder, denn es wurde schon einmal von Zwillingen bewohnt, zwei Zirkus-Artisten, die auf seltsame Weise verschwunden sind . . .

Der dänische Regisseur Peter Flinth schuf mit einer hervorragenden Besetzung den aufwändigen Kinderfilm "Der Fakir": ein Spuk-Märchen mit Krimi-Effekten. Es geht um einen gestohlenen Diamantring, um ein Elch-Geweih und um einen Mann im Kugelschreiber, der nach seiner Befreiung drei Wünsche erfüllen muss. Das Ganze ist verpackt in dicke Spinnweben, lose Treppengeländer, quietschende Dielen und die Berufsgeheimnisse eines begeisterten Leichenbestatters, der im Nebenjob als Immobilienmakler jenes Spukschloss verhökert hat.<BR><BR>Aus all diesen Zutaten mixt Regisseur Flinth eine witzige Geschichte, die jedoch wegen einiger Grusel-Szenen erst für Kinder ab zehn ein ungetrübtes Vergnügen sein dürfte.<BR><BR>Moritz Bleibtreu spielt darin als aufgedunsenes und stinkendes Kugelschreiber-Männchen anfangs eine reichlich unappetitliche Rolle, ehe er sich in den begehrenswerten Traummann für die Mutter der Zwillinge verwandeln darf.<BR><BR>Die eigentlichen Stars des Films aber sind die Kinder. Julie Zangenberg und Aksel Leth überzeugen in den vorgegebenen Charakteren als Emma und Tom.<BR>Eine flott inszenierte, unterhaltsame Geschichte, der nur ein kleines Quäntchen zu einem wirklich großen Wurf fehlt. (In München: Mathäser, Maxx, Museum.)<BR><BR>"Der Fakir"<BR>mit Sidse Babett Knudsen, Moritz Bleibtreu<BR>Regie: Peter Flinth<BR>Sehenswert <BR>

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