Sternenkrieger sind Amerikas Favoriten

- Los Angeles/New York - Amerika liebt seine Sternenkrieger. "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" brachte Regisseur George Lucas nach Rekordeinnahmen in 2005 jetzt auch noch die höchste Auszeichnung des amerikanischen Publikums ein.

Lucas nahm den People's Choice Award für den Film-Favoriten des Jahres in der Nacht zum Mittwoch im neuen Shrine Auditorium von Los Angeles entgegen. "Ihr seid der Grund dafür, dass ich Filme drehe", versicherte er seinen Zuschauern.

Die People's Choice Awards, auch Volksentscheidpreise genannt, werden auf der Basis von Publikumsumfragen vergeben. So darf sich Johnny Depp, der zuletzt in dem Fantasy-Abenteuer "Charlie und die Schokoladenfabrik" in den Kinos zu sehen war, jetzt als liebster Filmstar des US-Publikums betrachten. Offenbar wenig beeindruckt von dieser Gunst machte sich Depp - im Gegensatz zu fast allen anderen Gewinnern - nicht die Mühe, den Preis selbst entgegen zu nehmen.

Dagegen bedankte sich die neue Schauspielfavoritin der US-Zuschauer, Sandra Bullock, überschwänglich für die Ehre und versprach, der Zeremonie in Zukunft auch dann beizuwohnen, wenn sie nicht wieder gewinnen sollte. Ihr sei unbegreiflich, wie sie die faszinierende Angelina Jolie und die atemberaubend schöne Nicole Kidman in der Zuschauergunst ausstechen konnte, sagte Bullock. "Ich bin fassungslos. Wenn ich mein Foto im "National Enquirer" sehe, finde ich nicht, dass ich wie ein Movie Star aussehe", gab sich die frisch vermählte "L.A. Crash"-Darstellerin bescheiden.

Im Rennen um den Preis für Amerikas beliebteste Hauptdarstellerin stach Reese Witherspoon als Country-Sängerin June Carter Cash in der Johnny-Cash-Biografie "Walk the Line" ihre Kolleginnen Cameron Diaz ("In Her Shoes") und Renee Zellweger ("Cinderella Man") aus. Jennifer Garner gewann die Zuschauergunst als beste Action-Darstellerin in "Elektra" und als beste Fernsehschauspielerin in der Rolle der CIA-Agentin Sydney Bristow in der Fernsehserie "Alias". Die junge Mutter und Ehefrau von Ben Affleck entschuldigte sich in einer Live-Übertragung mit ihren neuen Familienpflichten.

Mit der Verleihung der Publikumspreise begann Hollywood seinen diesjährigen Trophäenreigen. Am kommenden Montag folgt die Verleihung der Golden Globes. Höhepunkt der Saison ist die Oscar-Zeremonie am 5. März. Die Gewinner der People's Choice Awards werden anders als die Globes- und Oscar-Gewinner vom Publikum im Internet direkt gewählt.

Zu Zuschauer-Günstlingen wurden unter anderen auch Vince Vaughn und Owen Wilson als Leinwand-"Paar" in der Filmkomödie "Wedding Crashers" ernannt. Jay Leno wurde zum Favoriten unter den Late-Night-Talkmastern, und Ellen DeGeneres überrundete erstmals Oprah Winfrey. Als beliebteste neue Fernsehkomödie machte "My Name is Earl" mit Jason Lee das Rennen. "Prison Break" ist der Favorit unter den neuen Dramaserien im amerikanischen TV.

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