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Der Dokumentarfilm "Je suis Charlie" fordert heraus, bewegt und mahnt.

Film über Terror-Anschlag

Doku "Je suis Charlie": Appell für die Freiheit

Berlin - Der Film ist erschütternd, emotional und an vielen Stellen sehr intellektuell. Doch wer sich auf „Je suis Charlie“ einlässt, sieht einen wichtigen Appell für die Freiheit.

Ein Jahr ist es her, dass zwei Männer in die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ eindrangen und elf Menschen töteten. Es war ein Angriff auf die französische Seele, die Grundwerte der Demokratie. Unmittelbar nach dem Anschlag begannen Menschen in Paris und vielen anderen Städten, auf die Straße zu gehen. „Je suis Charlie“ stand auf ihren Plakaten. Am 11. Januar zogen etwa 1,5 Millionen Menschen durch Paris.

Unter ihnen auch Daniel und Emmanuel Leconte, Vater und Sohn. Daniel Leconte hatte 2008 „C’est dur d’etre aime par des cons“ gedreht, einen Dokumentarfilm über die zwölf in einer dänischen Zeitung veröffentlichten Mohammed-Karikaturen, die 2005 für Furore sorgten. Er hatte damals einige der bei „Charlie Hebdo“ beschäftigten Karikaturisten interviewt, ohne dass das Material bislang veröffentlicht worden war. Gleich nach den Attentaten begannen die Lecontes mit dem Dreh zu „Je suis Charlie“. Die beiden wollen viel mit ihrem Film, der vor allem aus Gesprächen besteht. Der Diskurs ist oft sehr anspruchsvoll, die Bilder bisweilen heftig und erschütternd.

„Je suis Charlie“

Regie: Daniel und Emmanuel Leconte

Laufzeit: 90 Minuten

Urteil: Sehenswert

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie sich gern am politischen Diskurs beteiligen.

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