Teenie-Idol der reiferen Damen

"Mitten ins Herz": - Ungewollt hat Marc Lawrence mit seinem "Mitten ins Herz ­ Ein Song für dich" ein Remake gedreht. Das des französischen Spielfilms "Chanson d' amour", der zurzeit sogar noch im Kino zu sehen ist. Da spielt Gérard Depardieu den alternden Schlagersänger am untersten Ende der Unterhaltungsmaschinerie. In der sehr amerikanischen Variation des Themas gibt nun Hugh Grant mit gewohnter Routine die aus der Mode gekommene Trällerliese Alex Fletcher. Mit seiner Band "Pop" feierte er in den 80er-Jahren größte Erfolge rund um den Globus.

Anleihen an Popgranden wie "Duran Duran", "Spandau Ballett" oder "Wham!" sind nicht zu übersehen. Doch die Zeiten sind lange her, inzwischen tingelt Alex über Jahrmärkte und eröffnet Supermärkte. Marc Lawrence, Klassenbester im Fach der romantischen Komödie, gehen die liebenswert-originellen Ideen nicht aus: Wie Fletcher bei einer Party mit dem Motto "Die Klasse von 1987" auftritt, von reiferen Damen bejubelt wird und von Ischiasschmerzen geplagt von der Bühne humpelt, ist wunderbar inszeniert: böse kommentierend und nie zu dick aufgetragen.

Lawrence lässt seinem gealterten Teenie-Idol immer noch einen letzten Rest Würde. Die hat er auch nötig. Andernfalls würde die Liebesgeschichte zwischen Alex und seiner lyrisch veranlagten Raumpflegerin Sophie (Drew Barrymore) nicht so passgenau funktionieren. Der Plot ist genretypisch schlicht gehalten, aber wie schon in "Ein Chef zum Verlieben" oder "Miss Undercover" beweist Lawrence mit trockenen Dialogen, pfiffigen Szenen und stimmig besetzten Nebenrollen, wie herrlich unterhaltsam die Zeit bis zum unerlässlichen Happy End vergehen kann.

"Mitten ins Herz"

mir Drew Barrymore, Hugh Grant

Regie: Marc Lawrence

Sehenswert

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