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John Connor (Christian Bale) schleicht sich von hinten an einen Terminator heran. (Szene aus „Terminator 4: Die Erlösung“)

Terminator-Special: Filmkritik, Trailer und Onlinespiel

München - Das Terminator-Special zum neuen Film „Terminator: Die Erlösung“. Mit einer Kritik, einem Trailer und einem Online-Spiel.

Kritik: „Terminator: Die Erlösung“

Doch, einmal ahnt man so etwas wie Humor in diesem apokalyptischen Albtraum. John Connor spricht den einen Satz aus, der Arnold Schwarzenegger im ersten „Terminator“ unsterblich machte. „I’ll be back“. Aber Christian Bale, der im mittlerweile vierten „Terminator“ diesen John Connor spielt, verschenkt die Pointe. Vorsätzlich, möchte man glauben.

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Für Lacher ist hier kein Platz, die Welt ist düster geworden, nicht nur die auf der Leinwand. 1984 kam „Terminator“ ins Kino, und aus einem schmutzig-subversiven Genre-Film ist ein Kult geworden, der sich der Kontrolle der Macher entzogen hat. Letztlich kann „Terminator: Die Erlösung“ die Erwartungen der Fangemeinde ohnehin nicht erfüllen, also versucht es Regisseur McG erst gar nicht.

Vom Spaß-Kino der früheren „Terminator“-Filme ist man hier weit entfernt. Ernst geht es zu, erdenschwer mitunter, und im Grunde ist es einfach nur ein immens aufwändiger Kriegsfilm, der in der Zukunft spielt. Und wie das so ist mit Geschichten, die mit Zeitreisen hantieren – bei jeder weiteren Fortsetzung wird es immer verwickelter, irgendwann verliert man unvermeidlich den Faden. Im vierten Teil ist es endgültig so weit.

Auch Arnold Schwarzenegger ist im neuen Film als Terminator zu sehen - obwohl der „Gouvernator“ gar nicht vor der Kamera stand.

Der Mann, der im ersten Teil aus der Zukunft anreiste und John Connor zeugte, ist im Jahr 2018 noch ein Teenager. John Connor, längst erwachsen, versucht den Halbstarken zu finden und zu schützen, denn ohne ihn wird der Widerstandskämpfer John Connor nie geboren, und die Maschinen erobern endgültig die Erde.

Wurden diese leicht wirren Gedankenspiele vor allem in den ersten beiden Teilen mit der notwendigen Ironie serviert, wird das nun mit bebendem Donnerhall verkündet, als wäre es ein Evangelium. Ist es ja auch. Anspielungen auf die Bibel, vor allem auf die Offenbarung des Johannes waren immer schon vorhanden. Regisseur McG greift das auf, um die Erlösungsgeschichte vom Messias John Connor zu erzählen, der sich anschickt, die Menschheit im Alleingang zu retten.

Bale spielt das mit der ihm eigenen Grimmigkeit, deshalb geht das Konzept sogar halbwegs auf. Zwischendrin werden, eher aus Pflichtgefühl gegenüber den Fans, Schlüsselszenen aus den ersten drei Teilen zitiert.

Solange der Film nicht allzu sehr mit seinem Erbe belastet wurde, hat man seinen Spaß daran. Vor allem in den ersten zwei Dritteln, wenn er wie ein solider, harter Endzeit-Thriller daherkommt. Wenn gegen Ende jedoch die Geschichte mit etwas Mühe in den Kontext der ganzen Saga geschoben wird, verflüchtigt sich die Freude am Zusehen schnell. Selbst der Auftritt des digital erstellten Arnold Schwarzenegger (schauspielerisch nicht unbegabter als das Original) kann nicht mehr viel retten.

Das zerfaserte Finale und das dröhnende Pathos hinterlassen einen schalen Nachgeschmack. Auf den bereits geplanten fünften Teil jedenfalls hat man danach nicht so richtig Lust.  

Von Zoran Gojic

Der Trailer zum Film

Den deutschen Trailer zu „Terminator 4: Die Erlösung, können Sie auf der Homepage von Sonypictures sehen.

Onlinespiel zum Film

Auch ein Onlinespiel zu “Terminator 4: Die Erlösung“ finden Sie auf der Homepage von Sonypictures.

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fro

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