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„The Great Wall“ zeigt aufwendige Technik und detailreiche Kostüme.

Kein Meisterwerk

„The Great Wall“: Kampf gegen die Königin und ihre bösen Bestien

München - Der überladene Film „The Great Wall“ geriet Regiemeister Zhang Yimou nicht zum chinesisch-amerikanischen Meisterwerk.

Nicht weniger als eine neue Ära der Kooperation beider Länder, China und der USA, soll mit dem Märchen „The Great Wall“ eingeläutet werden. Daher verwundert es kaum, dass sich in der Besetzungsliste dieses chinesisch-amerikanischen Projekts neben Namen chinesischer Superstars auch jene von Matt Damon, Willem Dafoe und Pedro Pascal, der seit „Game of Thrones“ in der obersten Riege mitkämpft, finden. Doch trotz all der Namen, der aufwendigen Technik und detailreichen Kostüme, als Meilenstein wird der überladene „The Great Wall“ des großen Regiemeisters Zhang Yimou keinesfalls in sein Werk eingehen.

Zwar lassen sich spezielle Eigenheiten des Filmemachers vielfach noch gut erkennen. Die Farbgebung etwa und der gezielte Einsatz bestimmter Kameraperspektiven. Doch Zhangs Markenzeichen wurden eingerührt in einen riesigen Brei konventionellen Schlachtengetümmels mit extensivem Einsatz von Computerbildern. Das Ergebnis ist eine fade Instantsuppe mit Asiawürze, die keinem wehtut, aber auch niemanden interessieren dürfte.

Schon die Geschichte taumelt unentschlossen zwischen Fantasy, Historie und Martial Arts. Im alten Nordchina, zeitlich während des europäischen Mittelalters einzuordnen, stehen die beiden kampferprobten Söldner William (Matt Damon) und Tovar (Pedro Pascal) vor der imposanten Chinesischen Mauer. Die dient, lernen die Freunde schnell, nicht dem Schutz vor menschlichen Angreifern, sondern vor bösartigen Bestien namens Tao Tei. Die Viecher sehen aus wie Dinosaurier. In der Schlacht verhalten sie sich jedoch eher wie Insekten und umschwärmen eine alles bestimmende Königin. Gegen sie kämpfen sich die zwei Helden dann durch die Szenen. Die Landschaftsaufnahmen hat Zhang gewohnt opulent gestaltet. Dass für den Rest vorwiegend Computertechnik eingesetzt wurde, sieht man zu häufig.

„The Great Wall“

mit Matt Damon, Pedro Pascal, Tian Jing

Regie: Zhang Yimou

Laufzeit: 103 Minuten

Annehmbar

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Hero“mochten.

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